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3 (1842) I - O
Entstehung
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Nickisch.

Er stand Iiis zum Jahre 1S06 in dem Regimente T. Sanitz, und com-mandirte bis zu seiner gegenwärtigen Anstellung das Garde-Jägerba-taillon. Ein Bruder des Letztern starb im Jahre 1818 als Majorund Commandern- des Breslauer Garde-Landwehrbataillon. Mehrere

Söhne desselben dienen schon wieder als Offiziere in der Armee.

Das dieser Familie bei ihrer Erhebung in den Adelstand beigelegteWappen zeigt im rothen Schilde einen silbergerüsteten Arm, der ei-nen silbernen Pfeil hält. Auf dem gekrönten Helme stehen zwei weissund rotli geviertete Adleriiiigel.

Nickisch, (Nikisch) die Herren von.

Das alte vornehme Geschlecht der v. Nickisch und Roseneck ge-hört zur Ritterschaft der Provinz Schlesien, wo sie anfänglich in denFiirstenthiimern Oels und Liegnitz, später auch in andern Gegendendieser Provinz ansässig waren und noch gegenwärtig ansehnliche Gü-ter besitzen. Der Stammherr der Familie, Hans v. Nickisch undRoseneck, war Rath und Burggraf des Erzherzogs Karl von Oester-reich, Bischofs von Breslau und ßrixen, Bruders Kaiser Ferdinands II.Von gedachtem Kaiser erhielt die Familie einen am IS. Juli 102.1 zuWien erlassenen ehrenvollen Gnadenbrief. Der Sohn des Hans vonNickisch war Daniel v. Nickisch, Erbherr auf Adelsdorf bei Haynauund Trzebitzko bei Militsch, er pflanzte seinen Stamm durch dreiSühne: 1) Balthasar , 2) Daniel und 8) Sigismund, fort.

1) Balthasar v. Nickisch und Roseneck durchreiste fast alle Län-der Europa's und zog auch mit dem polnischen Gesandten v. Opalinskinach Italien, um die Tochter des Herzogs v. Mantua, die WladislawIV., König von Polen, zur Gemahlin erwählt hatte, abzuholen. Nachseiner Rückkehr ins Vaterland erwarb er 1U48 die Güter Stroppen,(Städtchen), Konradswaldau, Krumpach, Pelkau u. s. w., er starb1888 zu Stroppen. Von vielen Kindern überlebte ihn nur ein Sohn,Christian Friedrich v. Nickisch und Koseneck, der neben den väter-lichen Gütern auch Säbnitz bei Liegnitz besass, Landesdeputirter warund mit Franziska Anna Ursula v. Studnitz aus dem Hause Wont-schiitz einen Sohn, Balthasar , und eine Tochter, Sophia, erzeugte.

2) Daniel v. Nickisch und Roseneck liinterliess zwei Sühne, Chri-stian Ferdinand v. Nickisch und Roseneck auf Ober-Säbnitz, der un-vermählt starb, und Hans Balthasar v. Nickisch und Roseneck. DerLetztere pllanzte sein Geschlecht wieder mit zwei Sühnen fort. Vondiesen war der älteste, Daniel Gottlob v. Nickisch und Roseneck, mitAnna Ursula v. Seher aus dein Hause Tannliausen vermählt. Seinjüngerer Bruder war Emst Rudolph v. Nickisch und Roseneck aufAdelsdorf.

8) Sigismund v. Nickisch und Roseneck hatte Trzebitzko ererbt.Er starb ohne männliche Nachkommen. Von seinen vier Töchternvermählten sich die älteste an einen v. Jalofski, die zweite an einenv. Prittwitz, die dritte an einen v. Mutschelnitz, die vierte an einenv. Langenau.

Die genannten Güter sind nicht mehr in den Händen der Fami-lie, dagegen erwarb dieselbe später andere Besitzungen, namentlichKuchelberg- bei Liegnitz, Schwarzau, Mühlrädlitz, Nieder-IIerzogs-walde u. s. w. Kuchelberg besitzt gegenwärtig der Kreis-DeputirteKarl Heinrich Ernst v. Nickisch-Roseneck, der älteste der Söhne desverstorbenen Land- und Justizraths Karl Heinriedl Gottlob v.Nickisch-Roseneck , dem auch das früher v. lvottwitzische Gut Schwarzau beiLüben gehörte. Seine Erben besitzen es noch gegenwärtig. Mühl-