Netz — Nc Horburg.
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in die östlichen Provinzen Preussen, Lielland, Kurland und Pommerngekommen. In letzterer Provinz besass diese Familie das Gut War-below. Es hatte nämlich Georg v. N., aus Kurland kommend, imJahre 1619 dieses Gut käuilich von den Massows erworben. SeinSohn und Erbe, Georg, wurde am 9. März 1687 damit belehnt. Zu-letzt besass es der oben genannte Oberst Georg Ernst v. N.; von ihmererbte es seine Wittwe. Diese vermählte sich zum zweitenmale mitdem Grafen Heinrich Leopold von Reichenbach-Goschiitz, und dasGut Warbelow gelangte an eine in dieser zweiten Ehe erzeugte Toch-ter. — In Kurland ist eine Linie dieser Familie zur grällichen Wurdegelangt, von derselben besitzt ein Graf v. N. zu Mitau den preuss. Jo-hanniterorden. — In der preuss. Armee stand im Jahre 1806 im Re-gimente No. 35. ein Stabscapitain v. N-, der im Jahre 1819 als Oberst-lieutenant aus dem 26. Infanterieregimente schied. Er hat sich beiBelle Alliance das eiserne Kreuz 1. Classe erworben.
Die v. N. führen im gespaltenen Schilde, in der rechts silbernenHälfte einen rothen Hund, auf den Hinterbeinen sitzend, in der lin-ken rothen Hälfte drei weisse Rosen. Auf dem Helme wiederholt sichzwischen einem rothen, mit drei weissen Rosen belegten und einemweissen, mit drei rothen Rosen belegten Adlerilügel der Hund. DieDecken sind silbern und roth.
Rl. s. Gauhe, II. S. 781. Zedier, XXIII. S. 1990.
Netz, die Herren von.
Die v.Netz, auch v. d.Netz, gehören zu dem alten Adel in Schle-sien. Dieser Familie geholten die grossen Güter Peilau, Weigelsdorfund Langen-Bielau bei Reichenbach. Die Langen -Bielauer Güterüberliessen die Brüder Ernst Heinrich und Joachim Heinrich um dasJahr 1670 den von Sandretzki für die bedeutende Summe von 150000Thlrn. Weigelsdorf erscheint als ein Stammhaus des Geschlechtes,denn der Vater jener beiden Brüder schrieb sich Wolf Heinrich vonNetz und Weigelsdorf. Er war mit einer v. Niemitz aus dem HauseWilkau vermählt. Der gedachte Ernst Heinrich hatte mit Elisabeth v.Vögten 9 Tochter und 1 Sohn, der frühzeitig starb, Joachim Hein-rich v. N. aber, der die Güter Schlause und Olbersdorf im Miinster-bergschen erwarb, hatte mit Maria Elisabeth v. Landskron und För-stichen mehrere Söhne, von denen ihn zwei überlebten. Er selbststarb am 18. April 1709. Seine Nachkommen besitzen noch gegen-wärtig das Gut Kosemitz bei Nimptsch. Der gegenwärtige Eigenthü-mer ist Ernst Leopold v. Netz. Im Jahre 1601 erhielt Sebastian v.N.das Indigenat in Polen vom Könige Sigismund II. pro meritrs bellicis.Das Wappen dieses altadeligen Geschlechts zeigt im goldenen Schildedrei silberne Monde und über jeden eine lothe Kugel. Auf demHelme ist ein silbernes und ein rothes Büffelhorn. Die Helmdeck'ensilbern und roth. Sinapius, I. S. 663. II. S. 835. u. s. f. Okolski,Tom. III. Das Wappen giebt Siebmacher, 1. Th. S. 64.
Neu er bürg, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in den Rheinlanden; namentlich hattendie v. Neuerburg und die Grafen v. Wied die Lehen der Burg Rei-chenstein.