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Ncttclhorst.
bandes den silbernen gezinnten Querbalken bat, und der dritte einesilberne Rübe mit grünem Kraute. Die Decken sind silbern, blau,roth und golden.
Das Wappen der Linie Nesselrode-Eresboven ist sechsfach ge-theilt, einmal in die Quere und zweimal in die Länge. Im 1. und 6.schwarzen Felde ist ein goldener gekrönter Lowe dargestellt. Das 2.und 5. goldene Fehl zeigt drei rothe, die Länge herunter gelegteBalken; das 3. und -I. goldene Feld ist mit einem links schräg ge-zogenen schwarzen Balken, der mit einem sechseckigen silbernenSterne verziert ist, durchzogen. Das Herzschildlein enthält das ur-sprüngliche Stammwappen. Das Hauptschild ist mit einer Krone be-deckt, die vier gekrönte Helme trägt. Aus dem 1. wächst der gol-dene Löwe; auf dem 2. zeigt sich die Nesselrodesche rothe Dogge,auf dem 3. ist ein goldener Adlerliug mit den drei rothen Balken be-legt, und auf dem 4. ein schwarzes Schirmbret, mit dem silbernenStern belegt, dargestellt, llelmdecken roth und silbern, schwarz undgolden. Zu Schildhaltern sind rechts der goldene gekrönte Löwe undlinks die rothe Dogge mit dem beschriebenen Halsbande gewählt. Dasganze Wappen ist mit einem herzoglichen rothen, mit Hermelin gefüt-terten Mantel umgeben.
AVir geben hier eine kurze biographische Skizze des Grafen KarlRobert v. Nesselrode-Kreshoven. Derselbe wurde am 12. Decbr. 1780geboren, widmete sich frühzeitig der mititairischen Laufbahn, underwarb sich bald das Vertrauen seines Monarchen. Er schloss am 19.März 1813 den Vertrag mit dem preuss. Minister v. Hardenberg undmit Scharnhorst, der von so wichtigen Folgen für ganz Deutschlandwar. Nachdem er den Kaiser Alexander 1814 nach Frankreich beglei-tet hatte, unterzeichnete er am 1. März desselben Jahres die soge-nannte Quadrupelallianz zu Chaumont und unterhandelte in der Nachtvom 30. zum 31. März mit dem Marschall IUarmont wegen Ueber-gabe der Stadt Paris. Als kaiserl. russischer Bevollmächtigter auf demCongresse zu Wien unterstützte er besonders die Abschaffung desSclavenhandels-und die Bildung des deutschen Bundes. Er unterzeich-nete russischer Seits am 13. März 1815 die Achtserk'lärung gegen Na-poleon, nahm an den Monarchen- und Minister-Congressen zu Aachen,Troppau, Laibach und Verona den thätigsten Antheil, und als derGraf Capo d'Istrias im Jahre 1821 aus dem russischen Ministeriumschied, übernahm er die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten.Er geniesst seit der Thronbesteigung des Kaisers Nikolaus ganz dieGnade und das A'ertranen seines Monarchen, wie er es als ausgezeich-neter Staatsmann und Diplomat verdient. Als Anerkennung erhielt erim Jahre 1816 eine bedeutende Dotation, und ist mit den höchstenOrden auswärtiger Fürsten geschmückt worden.
Nettelhorst, die Grafen und Herren von.
Eine altadelige Familie in Preussen, aus der George Ernst v.Nettelhorst, ein Sohn des Hauptmanns Dionysius v. N., bis zum Bangeeines Obersten in der preuss. Armee stieg. Seit seinem 14. Jahre inKriegsdiensten stehend, wohnte er den Feldzügen bis 1745 als Oberst-lieutenant im Regimente Jung-Dohna rühmlichst bei, nachdem er sichvorher schon den Orden pour le merite erworben hatte. Im Jahre1746 ward er zum Obersten, und 1748 zum Chef des Garnisonregi-ments v. Heuking befördert. Sein Tod erfolgte im Jahre 1757 zuGlaz. Mit Charlotte Helene v. Trach vermählt, blieb seine Ehe kin-derlos. — Die Familie ist mit dem deutschen Orden aus Westphalen