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3 (1842) I - O
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Nculians Ncuhoff.

Neu Ii aus, die Herren von.

Zwei Brüder, die Lieutenants Neuhaus, standen 1808 in der west-phälischen Füsilierbrigade. Der älteste war im Jahre 1828 Capitainim 28. Infanterie-Regimente; der jüngere stand 1819 als Major im35. Infanterie-Regini. und wurde 18V0 als Oberstlieutenant mit Pensiondimittirt. Er ist von dem jetzt regierenden Könige geadelt wordenund lebt auf seinem Gute Hünern bei Wohlau. Seine Gemahlin istSophie, Grälin v. Burghaus.

Nonhoff, die Freiherren und Herren von.

Ein altadeliges, zum Theil freiherrliches Geschlecht in Westpha-len und in der Rheinprovinz, namentlich ist oder war dasselbe in demheutigen Kreise Altena des Regierungsbezirks Arnsberg ansässig. Iiiergehörte ihnen auch das Gut Burgeischeid bei Altena. Auf dem dasi-gen Ilerrenhause wurde Theodor , Baron v. Neuholf, ein Sohn desHauptmanns der Garde des Bischofs v. Münster, v. N., im Jahre1080 geboren, der, nachdem er in Cüln studirt hatte, nach demHaag endlichen musste, weil er im Duelle Jemand getödtet hatte.Durch Empfehlung des spanischen Gesandten erhielt er eine Anstel-lung als Lieutenant bei einem in Oran stehenden spanischen Regi-mente. Bei einem Ausfalle aber gerieth er in Gefangenschaft undwurde dem Dey von Algier verkauft, dessen Gunst er sich erwarb und18 Jahre hindurch Dolmetscher bei ihm war. Als die Corsen sich imJahre 1735 vom Joche Genua's befreiten und die Deys von Tunis undAlgier um Beistand gebeten hatten, sandten sie unter Anführung desBarons v. N. zwei Regimenter zu Hülfe, 1 Million Zechinen undKriegsbedürfnisse aller Art. Bald war die Insel ganz erobert undv. N. wurde im Jahre 1730 feierlich unter dem Namen Theodor zumKönige von Corsika gekrönt. Er ernannte Hofämter und Grosswür-denträger , liess Münzen schlagen und stiftete sogar einen Orden.Als er aber you den Genuesern mehreremal überwunden worden war,verliess er noch am Ende desselben Jahres Corsika und begab sichnach Amsterdam, dort wurde er früherer Schulden wegen festgesetzt,bald aber losgelassen und von mehrern Handelshäusern mit Kriegs-bedürfnissen unterstützt. Nach kurzem Aufenthalte kehrte er 1738wieder nach Corsika zurück, die Franzosen aber unterwarfen den Ge-nuesern in demselben Jahre die Insel, und er musste wiederum flie-hen, da ein Preis auf seinen Kopf gesetzt war. Neue Versuche inden Jahren 1741 und 1744 waren ebenfalls fruchtlos, denn, obgleichseine Anhänger ihn abermals zum König ausriefen, so konnte er sichdoch nicht behaupten. Er schiffte sich 1749 nach England ein, wurdedort von seinen Lieferanten Schulden halber verhaftet und sass biszum Jahre 1756 gefangen. Im letztgenannten Jahre sammelten dieMinister Walpole und Garrick, durch Theilnahme an seinem Schicksalebewogen, Geldbeiträge, bezahlten seine Gläubiger und er wurde inFreiheit gesetzt, starb aber noch im December desselben Jahres.Seine Freunde Hessen auf sein Grabmal setzen: Das Glück gab ihmein Königreich und versagte ihm im Alter Brod."

Das Wappen der v. N. giebt Siebmacher, II. S. 117. Es zeigtim schwarzen Schilde drei aneinander hängende silberne Ringe undauf dem Helme einen schwarzen Hut mit silbernem Ueberschlage, dermit sieben Straussfedern, welche mit den drei Ringen belegt sind,