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der verbreitet haben, namentlich auch in den Marken, in Sachsen,und später auch in Schlesien. — Zuerst erscheinen Miroshius undAndreas v. N., die um das Jahr 1228 Castellane des Herzogs Wratis-lav gewesen sind. — Anton v. N. war im Jahre 1527 Abgesandterdes Bischofs zu Camin auf dem Reichstage zu Regensburg, und spä-ter Marschall des Herzogs Barnim XI., und Landvoigt in Stolpe."VVas ihren Grundbesitz betrifft, so gehörten am Anfange des vori-gen Jahrhunderts dieser Familie die Güter Lubow im FUrstenthums-kreise, Gutzmin und Vettrin im Kreise Schlawe, Wobesde im KreiseStolpe, u. s. w., später auch Gr. und Kl. Jennewitz im Kreise Stol-pe. Mehrere dieser Güter waren ursprüngliche Lehne der Familiev. Knut, welche von dieser an die v. Natziner durch Kauf überge-gangen sind. Der unten näher erwähnte Generalfeldmarschall, Dubis-l(to Gneomar v. N., hesass namentlich die früher v. Knutschen GüterGutzmin, Lubow, Wobesde, u. s. w.; sie fielen nach seinein Tode,laut Testament vom 29. August 1788, seinem Sohne, Dabislav v. Natz-iner, zu. Dieser hinterliess wieder einen Sohn, den Johanniterordens-l'itter Karl Friedrich v.N. Von diesem Letztern ging Wobesde an denHauptmann, spätem Major von der Garde, Itulf Heinrich v. Natz-iner, über, der es später an einen Major v Bandemer verkaufte.Noch in der Gegenwart sind mehrere der genannten Güter in denHänden der Familie, namentlich besitzen die v. Natzmerschen KrbenClaptow im Fürstenthumskreise, Vettrin und Borckow im KreiseSclilawe, u. s. w.
Line sehr grosse Anzahl Edelleute dieses Namens hat ihre Dien-ste dem preussischen Heere gewidmet, namentlich gehören hierher:
Gneomar Itubislav v. Natzmer, KönigI. preuss. Generalfeldniar-schall, Ritter des schwarzen Adlerordens, Chef des Regiments Gens-darmen, Amtshauptmann zu Naugardten, Massow, Friedrichsberg undGültzow, Prälat zu Colberg, Erbherr auf Gr. und Kl. Jannewitz,Gutzmin, Lubow und Wobesde, geboren am 14. Septbr. 1654, warder jüngste Sohn Joachim Heinrichs v. N., Landruths in Hinterpoin-mern, und "der Barbara v. Weyher. Nach einer, tlieils bei seinenVerwandten, theils im elterlichen Hause, genossenen guten Erzie-hung nahm ihn der Gouverneur von Custrin, Graf v. Dohna, zu sich,und hier legte er den Grund zu seinem nachmaligen Glück. Hiergenoss er Unterricht in allen Wissenschaften, besonders aber in derBefestigungskunst, und war in dem Gefolge desselben, als er demFeldzuge am Oberrhein beiwohnte. Er nahm darauf holländischeDienste, gerieth in dem Treffen bei Pieton in französische Gefangen-schaft, und ward nach Rheims gebracht, woselbst er drei Monateblieb. Glücklicherweise kam der Oberst Lochmann dahin, um aus dendeutschen Gefangenen Reiter für sein Regiment zu sammeln. Vonhier kam er mit dem Regimente nach Arras, wo er im Frühjahre1675 seinen Abschied nahm. Nach einer glücklich überstandenenKrankheit machte er gerade um die Zeit eine Reise nach Berlin, alsKurfürst Friedrich Wilhelm den, von den Franzosen bedrängten Hol-ländern Hülfstruppen zusandte. Herr v. N. nahm daher seinen Ab-schied von der holländischen Armee, und trat als Lieutenant bei demdamaligen Dragonerreginiente v. Grumbkow in preuss. Dienste. Aufsein Gesuch wohnte er der Landung auf der Insel Rügen bei, undwar der Erste, welcher ans Land stieg. Nach dieser Expedition be-gab er sich mit dem grossen Kurfürsten nach Dobberan, musste abervon dort zum Regimente abgehen, welches noch in diesem Winternach Preussen autbrach, um die in diese Provinz eingefallenenSchweden daraus zu vertreiben. Im Jahre 1680 ward er zum .Stabs-hauptmann, und 1682 zum Kammerjunker, mit der Erlaubniss, auf