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3 (1842) I - O
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Natziner.

Reisen gehen zu dürfen, ernannt. In Paris erliielt er die Nachricht,dass er zum Compagniechef befördert worden sei. Dies beschleunigteseine Rückkehr, und nach derselben folgte er 1685 als Volontair sei-nem neuen Regimentschef, dem Grafen Dietrich v. Dohna. Im Jahre1686 wurde er beim Sturm auf Ofen von einem Türken schwer amKopfe verwundet. Nach geendigtem Feldzuge ward er 1687 zum Ge-neraladjutanten ernannt. Im Jahre 1688 wurde er Oberstlieutenanf,und reiste mit dem Obermarschall v. Grumbkow nach England, wurdeaber ein Jahr darauf auf der Rückreise von einem französischen Ka-per gefangen und nach Dünkerken gebracht. Nach einer langen Haftentkam er glücklich, wohnte in demselben Jahre noch der Belagerungvon Kaiserswerth bei, wurde am Zeigefinger der linken Hand durcheinen Schuss verwundet, eben so in der Belagerung von Bonn, woer zwei Wunden erhielt. Zur Belohnung seiner Tapferkeit wurde er1689 zum Obersten ernannt und 1696 zum Generalmajor befördert. ImFeldzuge 1703 gerieth er in Gefangenschaft, und wurde nach Do-nauwerth gebracht, jedoch bald wieder ausgewechselt. In der Schlachtbei Höchstiidt 1704 ward er tinter der rechten Brust durch eine Ku-gel verwundet, und noch in demselben Jahre Generallieutenant. 1708in der berühmten Schlacht von Oudenarde zeigte sich seine Tapfer-keit auf das glänzendste. Von vielen Hieben verwundet, unter an-dern auch im linken Auge, und aus allen Wunden blutend, war erin der grüssten Gefahr, in Gefangenschaft zu gerathen. Nur Ein Mit-tel war noch zu seiner Rettung übrig, nämlich einen breiten wasser-reichen Graben zu überspringen. Dieses geschah, allein auch aufder andern Seite stiess er auf feindliche Haufen, dennoch schlug ersich glücklich durch, und kam am Abend zur Armee, nachdem ernoch einen Hieb über das Gesicht erhalten hatte. Bei Ersteigung derfranzosischen Linien commandirte er sowohl die Infanterie, als auchdie Cavallerie, da der Graf Bottum abwesend war. Nach dem Ut-rechter Frieden erbat er sich die Erlaubniss, die Gensdarmerie,welche nur 80 Köpfe zählte, bis auf 300 zu erhöhen, welches ihmauch gewährt wurde. Im Jahre 1714 erhielt er den schwarzen Adler-orden; 1715 wohnte er dem pommerschen Feldzuge bei, wurde indemselben Jahre General der Cavallerie, und 17.10 zum Generalfeld-marschall ernannt. Er starb im Jahre 1739 zu Berlin, in einem ehr-würdigen Alter von 85 Jahren, nachdem er 67 Jahre hindurch demStaate die treuesten Dienste geleistet hatte. Er war zweimal ver-mählt, nämlich mit Sophie v. Wrech, die im Kindbette starb, undsodann mit Charlotte Justine, gebornen v. Gersdorf, verwittweten Grä-lin v. Zinzendorf. In letzterer Ehe wurden ihm zwei Söhne geboren,die beide unvermählt vor dem Vater starben,

Gcortj Christoph v. N., geboren 169J in Pommern, trat 1710 inpreuss. Dienste und wurde 1719 Rittmeister, 1732 Major, 1736 Oberst-lieutenant in dem Kürassierregimente v. Gessler und 1741 Oberst.Er warb in demselben Jahre auf künigl. Befehl ein Uhlanenregimentin Preussen, welches bald, 5 Schwadronen stark, in Berlin einrückte,dem ersten schlesischen Feldzuge beiwohnte, aber bei Altengrotkaufast ganz niedergehauen wurde. Im Jahre 1742 ward daraus ein Hu-sarenregiment errichtet, das sich später bei vielen Gelegenheiten be-sonders auszeichnete, v. N. avancirte im Jahre 1750 zum General-major, doch schon im folgenden Jahre am 27. Januar starb er zuBreslau mit Hinterlassung dreier Söhne und einer Tochter.

Im Jahre 1806 dienten 10 Mitglieder dieser Familie in der Ar-mee, von ihnen starb der Generalmajor und Chef des Infanterie-Re-giments No. 54, v. N. im Jahre 1807 a. D. Ein Sohn desselbenist der gegenwärtige Oberst v. N., der bisher Commandeur des 13.