Nassau.
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avancirte er in demselben zum Obersten, und erhielt den Auftrag,ein eigenes Kürassierregiment zu errichten. Dasselbe wurde einesder schönsten, die man je gesellen hat. Bei der Thronbesteigungdes neuen Königs schied er aus der sächsischen Armee, undFriedrich II. nahm ihn in seine Dienste, ernannte ihn zum Ge-neralmajor, und ertheilte ihm den Befehl, ein neues Dragonerregi-ment zu errichten, welches auch in kurzer Zeit vollzählig war. Krführte es in den Feldziigen von 1741 und 1742 nach Schlesien, Mäh-ren und Böhmen. Nach der Eroberung von Prag erhielt Herr v.Nassau den Befehl über ein Corps von 8 bis 10,000 Mann, mit demAuftrage, dem von den Feinden hart bedrängten Generale Einsiedelbei Marklissa durchzuhelfen. Dieser Rückzug, den er mit seinemCorps von Collin bis Neu - Bitzschof zur Armee des grossen Königsdurch die grosse feindliche Armee bewerkstelligte, wird für ein Mei-sterstück damaliger Kriegskunst gehalten, besonders da ihn der Königschon für verloren gegeben hatte. In der Schlacht von Hohenfried-berg, wo er den ganzen linken Flügel com.mandirte, trug er sehr vielzu dein glücklichen Ausgange bei. Kurz darauf nach Schlesien mit7000 Mann gesendet, eroberte er die Festung Cosel, nahm die 3000Mann starke Besatzung gefangen, und drängte den Feind gänzlichzurück. Ueber diesen zweiten schlesischen Fehlzug hat er ein Werk,welches unter dem Titel: „Beitrag zur Geschichte des zweiten schle-sischen Krieges, aus den eigenen Papieren Sr. Excellenz des Gene-rallieutenanls v. Nassau. Frankfurt und Leipzig. 1780." erschienenist, geschrieben. Zur Belohnung und Anerkennung seiner treuenDienste ertheilte ihm Friedrich der Grosse im Jahre 1744 den schwar-zen Adlerorden, erhob ihn 1746 in den Grafenstand, und ertheilteihm Präbenden und Vicarien. Sein Lob ward auf königlichen Befehlin dem Grafendiplom ganz vorzüglich angeführt, und verdient hierwiederholt zu werden:
„Und Wir dann in Gnaden wahrgenommen, angesehen und be-trachtet haben etc. etc., wie vorgedachter Unser General-Lieutenantauch, vor seine Persohn von Jugend auf dem ruhmwürdigen Beispieleseiner illustren Vorfahren nachgeahmet, und nachdem er nach zurück-gelegten academischen Studiis, sich denen Waden gewidmet, keineGelegenheit vorbeygehen lassen, wobey er die zu solchem metiererforderliche Wissenschaft und Erfahrung zu erwerben sich Holfnungmachen können; zu welchem Ende er dann in verschiedener HöfeKrieges-Diensten, wo nur die Conjuncturen solcher seiner Absichtzu favorisiren geschienen, sich gebrauchen lassen, und bey de-nen häutig darinn vorgefallenen Bataillen, Belagerungen, Märchen,und andern Krieges-Operationen jedesmal so viel Hertzhaftigkeit,Wachsamkeit und Geschicklichkeit, und ein so kluges und weises Be-tragen blicken lassen, dass er nicht nur von seinen Commandeursjedesmahl mit ausserordentlichen Elogen und Distiuctionen, sondernauch von seinem jedesmaligen Herren, und sogar von fremden vor-nehmen Fürsten mit ganz besondern Hochachtungs- und Gnaden-Zeichen beehret worden, und sich überall den Ruhm eines der ge-schicktesten und brauch bahrsten Otliziers und Generals erworben.Allermassen Wir denn duich eben diese allgemeine Reputation bewo-gen worden, denselben im Jahre 1740 in der Qualität eines Gene-ral-Major in Unsere Dienste aufzunehmen, und Ihm in denen darauferfolgten Feldziigen in Böhmen und Schlesien die allerwichtigstenKrieges - Operationen, Belagerungen, dillicilen Märchen, besondereCommando über considerable und zahlreiche Corps Unserer Armeen,nicht weniger bey der grossen unter Unserer F.igenen Anführung beyHohen -Friedberg gelieü'erten Haupt-Bataille das Commando über