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Müller.
viele Offiziere gestanden, und es dienen noch verschiedene in dersel-ben. — Im Jahre 1806 stand in dem Regimente v. Besser ein Oberstv. Müllenheim, der im Jahre 1807 als Generalmajor in den Ruhestandtrat und 1814 gestorben ist. — In demselben Regimente und na-mentlich bei den Grenadieren stand ein Capitain v. M., der im Jahre1813 als Major auf dem Felde der Ehre geblieben ist, und ein Lieu-tenant v. M., der gegenwärtig Major im 4. Infanterieregimente ist.Er hat sich das eiserne Kreuz vor Danzig erworben. — Ein Prem.-Lieutenant a. D. ist Ritter des eisernen Kreuzes (erworben bei Cres-py). — Im Regimente v. Prittwitz-Dragoner, und zwar in der Gar-nison Hainau, stand ein Major v. M., der im Jahre 1873 im Pensions-staude gestorben ist. Seine Wittwe lebt zu Neustadt in Schlesien,und eine Tochter desselben ist an den Rittmeister v. Guretzky-Kornitzin Berlin vermählt.
Müller, die Herren von.
In fast allen deutschen Ländern, so auch in Schweden und Dä-nemark, sind adelige Familien dieses Namens ansässig. Von ihnengehören hierher:
1) Die schlesischen v. Müller, die sehr bedeutende Güter inSchlesien besassen. Namentlich gehörten ihnen vor längerer Zeit dieGüter Malkwitz, Krolkwitz, Burg Lissa, Weigwitz und Kreikau beiBreslau. Sie waren am Ende des 16. Jahrhunderts das Eigenthumdes Erasmus v. Müller, Consuls im Rathe der Hauptstadt Breslau. —Ernst Ferdinand v. M. war 1724 Besitzer v. Neudorf bei Brieg.
2) Konig Friedrich II. erhob am 18. Febr. 1741 den LieutenantMüller im Artillerie-Corps in den Adelstand.
3) Mehrere Zweige der im Mecklenburgschen begüterten adeligenFamilie dieses Namens, die in preuss. Diensten standen oder nochstehen.
4) Die v. Müller auf Reselkow in Pommern. Ihr Stammherr istder am 28. Sept. 1774 in den Adelstand erhobene Husaren-Lieutenant(im Regimente v. Werner) Johann Daniel v. Müller; er war der Sohndes Predigers Johann Simon Müller, der 1765 das v. ManteufelscheGut Reselkow im Kreise Greifenberg erkauft hatte.
Das Wappen ist ein in-Gold eingefasstes, auf den Seiten einge-bogenes, in die Länge herab getheiltes und unten spitzig zulaufendesSchild, in dessen rechtem rothem Felde ein weisser Mühlstein, undin dem linken silbernen Felde ein in die Höhe steigender Drache, mitherausschlagender rother Zunge zu sehen ist. Zu beiden Seiten desSchildes stehen zwei schwarze, gekrönte Adler, mit goldenen Schnä-beln, Krallen und dergleichen Krone, mit dem Namenszuge F. R.auf der Brust, als Schildhalter. Das Schild ist mit einem schwarz an-gelaufenen, rotli ausgeschlagenen, mit goldenen Bügeln und anhangen-den gleichmässigen Kleinodien gezierten adeligen oHenen Turnierhelmebedeckt, auf welchem eine goldene Krone ruht, auf der zweiweisse, auswärts gekehrte Büfl'elhörner sich befinden. Die Helmdeckensind zu beiden Seiten rotli und silbern.
5) Die Müller v. d. Liihne zu Mellentin, Dewichow, Balm, Hufe,Waschensee, Dargen, Gofheim, Ahlbeck, Neuholf, Neukrug u. s. w-,auf der Insel Usedom. Diese Güter waren sämintlich vorher Neuen-kirchsche Lehne. Sie fielen nach dem Tode des Obersten BorckhardtMüller v. d. Liihne, dessen Sohne, dem königl. Kammerherrn LudwigMüller v. d. Liihne zu, und wurden vom Könige Friedrich II. durcheinen Cabinetsbefehl vom 20. März 1747 allodificirt und in der darauf