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3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Müller v. Lamothe Münchhausen. 433

erfolgten Subhastation von dem Kriegsrathe Peter v.Mayen in demsel-ben Jahre erkauft. Aus dieser Familie sind zwei Generale hervorge-gangen. Burhhardt Müller v. d. Löhne, starb am 2'.'. Juni 1670 alskönigl. schwedisclier General en clief der Cavallerie, Gouverneur vonSchwedisch-Pommern ; Oberst eines Cavallerieregiments, Krbherr aufLudwigsburg, Mellentin u. s. w. Karl Leonhard Müller v. d.Luhne, ein Sohn des Vorigen und Erbe der väterlichen Güter, starbim Jahre 1707 als königl. schwedischer Generallieutenant der Cavalle-rie und Oberst eines Dragonerregiments.

Müller v. Lamothe, die Herren von.

Ein regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Bern; schon 1291war ein Peter Müller Rathsherr oder des Grossen-Rathes. Als Ahnherrwird betrachtet Hans Müller v. L., der von 15501572 als Raths-herr, Schaffner von Set. Johann, Staatsrath, Stifts - Schaffner zu Zof-fingen, und Schultheiss zu Thun lebte, seine Nachkommenschaft be-sass ansehnliche Aemter und Würden, in der Stadt Bern, in den Pro-vinzen der Stadt Bern, und in der Waadt die Herrschaften Marnand,Roverai und St. Martin, und den Rittersitz la Mothe, von welchemder in preuss. Diensten, und zwar im 22. Infant. - Regt, stehendeLieutenant Müller v. Lamothe den Namen noch führt. Leu,Schweizer-Lexicon VIII. S. 326 28.

Müller v. Sylfeltlen, Herr von.

Johannes, königl. westphälisclier Staatsrath und General-Stndien-Director, aus einer Bürgerfamilie zu Schaffhausen (geboren 1752, ge-storben 1809), der berühmte Geschichtsschreiber derSchweiz, wurde unter Andern 1788 Mitglied der Erfurter Akade-mie der Wissenschaften. Im Jahre 1801 bestimmte ihn König FriedrichWilhelm III. von Preussen zum Historiographen seiner Staaten und er-theilte ihm den Titel eines Geheimen Käthes, und die Berliner Aka-demie nahm ihn zu ihrem Mitgliede auf; nach einem Aufenthalte von3 Jahren ging er nach Cassel, als westphälisclier Staatsrath und Stu-diendirector, ab. Wegen seiner Verdienste um die Reichsritterschafterhielt er 1790 bei der Krönung Kaiser Leopolds II. zu Frankfurt denReichsadelstand mit dem Prädicat:von Syll'elden." Lutz, Nekrologdenkwürdiger Schweizer. S. 35962.

Münchhausen, die Freiherren und Herren von.

Eine uralte adelige und vornehme Familie, die ursprünglich Thü-ringen angehört und von der eine Sage erzählt wird, nach welcherdieses Geschlecht anfänglich Hausen geheissen habe. Da es ganz aus-gestorben gewesen sein soll, bis auf einen Mönch im Kloster Loccum,so habe der Papst ihn vom Cölibat dispensirt, worauf er sich vermähltund einen Sohn Namens Heina gezeugt, aber seines früheren Standes wegenMünchhausen genannt worden sein soll. Er erhielt im J. 1212 das HausSparenberg zu Lehn und pflanzte sein Geschlecht fort. Mit seinenbeiden Söhnen, Heil 10 II. v. M. und Statins v. M., theilten sich diev. M. in zwei Linien. nämlich in die schwarze und in die weisse.Hilmar v. M. befehligte um das Jahr 1558 als spanischer General diedeutsche Infanterie im Treffen bei Grevelingen und erfocht einen be-v. Zedlitz Adels-Lex. III. 28