Miihlhcim — Müllcnlicim.
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Miihllieim, die Herren von.
Schon im 12. Jahrhunderte kommt das alte, edle Geschlecht derv. Mühlheim in Schlesien vor, wo Marlin v. M. bei dem Her-zoge Boleslav dem Grossen in Schlesien als Rath in hohem Ansehenstand. — Im Jahre 1325 war Matthias v. M. des Herzogs HeinrichVI. zu Breslau Rath. — Jalcob v. M. wird 1438 unter den Kriegs-obersten des Königs Albrecht in Ungarn und Böhmen aufgeführt. —Im 16. Jahrhunderte erscheinen die v. M. als Herren auf Plesswitzund Leutinannsdorf im Schweidnitzsclien, später erwarben sie auchPuschkau, Konradswalde und Lahsen. — Auch in den Marken kommtdieses adelige Geschlecht vor, namentlich war es in der Neumarkstark begütert. Im Landsbergschen erscheinen sie als Besitzer vonSimonsdorf, Hohenwatde, Pyrehne und Tornow, im Ziillichauschen vonMosau. Gegenwärtig besitzt der königl. Kammerherr und Lieutenanta. D., Ritter des eisernen Kreuzes 2. Classe (erworben bei BelleAlliance) das Gut Guhden.
Das Wappen der schlesischen v. M. besteht in einem gespaltenenSchilde; in der rechten goldenen Hälfte zeigt sich ein halber schwar-zer Adler , in der rothen Hälfte sind zwei silberne Mühlräder vorge-stellt. Auf dem Helme wiederholt sich ein Mühlrad, dessen oberefünf Zähne mit Hahnenfedern geziert sind. Die Helmdecken sindrechts golden und schwarz, links silbern und roth. M. s. Sinapius,I. S. 657.
Mülbe, die Herren von der.
Ein altadeliges Geschlecht, das im vorigen Jahrhunderte in Preus-sen reich begütert war. In dieser Provinz sind die Güter Baganno-wen, Mickelnick, Saleschen, Glombawen, Schedlisken, Gross-Partsch,Ribben, Philipphoff u. s. w. alte Besitzungen dieser Familie. — Sehrviele Mitglieder derselben standen und stehen zum Theil noch imHeere. — Im Regimente v. Diericke stand der Oberst v. d. Mülbe;er wurde 1807 Regiments-Commandeur. Sein ausdauernder Muth beider Verteidigung von Danzig erwarb ihm den Verdienstorden. Erstarb am 20. Juli 1811 a. D. — Im Regimente v. Steinwehr, zuletztvon Schimonski in Schweidnitz, stand ein Major v. d. Mülbe, der imJahre 1814 pensionirt gestorben ist. — Ein Capitain v. d. Mülbe,früher in der magdeburger Füsilier-Brigade, war bis zum Jahre 1818Major bei der Gensd'armerie und Kreis-Brigadier. — Gegenwärtigsteht ein Major v. d. Mülbe als Commandeur des 3. Bataillon beim 5.Landwehrregimente zu Pr. Stargard. Derselbe erwarb sich in denNiederlanden das eiserne Kreuz. — Im 11. Infanterieregimente stehtein Capitain v. d. Mülbe, Ritter des eisernen Kreuzes, erworben beiGross-Gürschen.
Müllen Iicim, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht, das mit dem deutschen Orden ausdem südlichen Deutschland in die östlichen Provinzen gekommen ist,und namentlich in der Provinz Preussen die Güter Stockheim, Posch-kaiten, Ilabestrom, Blauschwan, Maldeiten, Schilleninken, Podollen,Liebenau, Cremitten, Schalvenberg, Frischung, Fredenau u. s. w.besass. (M. s. Abels Rittersaal.) — In der preuss. Armee haben