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Montmollin — Mordeisen.
reich gekommen. — Der erste v. Bohl und Montbacli, welcher sichin Schlesien ansässig- machte, erwarb von dem Grafen v. Iloditz dieHerrschaft Bechau bei Neisse. Sie ist noch gegenwärtig in den Hän-den der Familie. — Line Tochter aus diesem Hause, tlcloise , istdie Gemahlin des Grafen Anton Alatuschka v. Topolczan auf Ziilz undPitschen am Berge. Eine Schwester derselben starb vor einigen Jah-ren unvermählt; sie war die Besitzerin von Wasselbach bei Breslau. —Der Capitain v. Montbacli im 11. Infanterieregimente erwarb sich daseiserne Kreuz 2. Classe bei Belle Alliance. — Von der österreichi-schen Linie wurde Siegfried , Ritter v. M., kais. Oberster, im Jahre1813 in den Freiherrnstand erhoben. — Friedrieh, Freiherr v. M., istRittmeister und Escudronchef im 7ten österreichischen Husarenre-gimente.
Montmollin, die Herren von.
Unstreitig das älteste noch vorhandene Geschlecht im Canton undFiirstentlmme Neufchatel, welches den Stammsitz des Dorfes gleichesNamens in der Pfarrcommune Colfrane, Meierei Vallazin, hatte, undseit 155(3 das regimentsfähige Bürgerrecht der Stadt Neufchatel besitzt,der es in Georg v. M. einen Bürgermeister und den damaligen Für-sten zugleich einen Statthalter des Fürstenthums gab. In ausländi-schen Diensten starben mit Ruhm Kurl v. M., Colonel-Commandantin Holland, 1701; Franz v. AI., Oberstlieutenant, in gleichen Dien-sten, iiel bei Höchstädt 1704. Unter dem königl. preussischen Hausegab es fortwährend der fürstl. Regierung Staatsräthe, Kanzler, Schatz-meister und Mayer von la Cöte, Valiangin u.s.w., der Stadt Neuen-burg aber in Jonas Peler , der 1734 starb, wieder einen Bürgermei-ster, der auch nachher noch Staatsrath wurde. Heinrich starb 1747 alsOberstlieutenant der Nationaltruppen und Staatsrath. Für die Geschichteihres Vaterlandes haben sich verdient gemacht: Georg (gest. 1703),Jrmncr , starb 1713, und der noch gegenwärtig lebende Gelehrte v.M.durch seine „Memoires Sur le Comtö de Neufchatel en Suisse. 2 Tom.— Mehrere waren auch Dekane der neuenburger Geistlichkeit. ImJahre 1822 erhielt ein v. M., der Mitglied und Secretair des Staats-raths zu Neufcluitel war, den rothen Adlerorden 3. Classe. M. s. Leu,Schweiz. Lex. XIII. S. 265 — 67,
Mordeisen, die Herren von.
Eine ursprünglich Meissen ungehörige altadelige Familie, von dersich auch Zweige nach Schlesien gewendet haben. Der Name diesesGeschlechts soll seinen Ursprung daher haben, dass der Stammvaterdesselben viele Mohren in Spanien mit einer eisernen Stange erlegthaben, zum Lohne für seine Tapferkeit vom Könige in den Adelstanderhoben und ihm das unten beschriebene Wappen beigelegt sein soll. —Eucharius v. Mordeisen kam um das Jahr 1476 nach Schlesien, undwar der Erste dieses Namens, der sich daselbst niederliess. — Hansv. M. besass das Gut Gross - Breesen und starb um das Jahr 1618. —Haiut v. M., der Jüngere, war um dieselbe Zeit Landhofrichter der freienStandesherrschaft Drachenberg und Herr auf Scheitnau. — In Sach-sen lebte um die Mitte des 16. Jahrhunderts Ulrich v. AI. Er war kur-sächsischer Kanzler und besass die Güter Waltersdorf, Lossnitz, Schir-ma, Langen-Heinrichsdorf, Seyfriedsdorf, Braunsdorf u. s. w. — Jo-hanna Friederike v. M. wurde von ihren Zeitgenossen als eine sehr