Morien — Moscli.
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gelehrte Dame geachtet, und starb im Jahre 17t4 auf ihrem GuteStenschitz.
Das Wappen dieser Familie giebt Siebmacher, I. S. 160. Es zeigtim goldenen Schilde und auf dem gekrönten Ilelme ein abgekürztesMohrenbild, mit einem rothen (liegenden Bande um denKopt, in derlinken Hand über sich eine eiserne Stange haltend. Die Helmdeckensind golden und schwarz. M. s. auch Gaulle, 1. S. 1012—44. Sina-pius, 1. S. 619. II. S. 815.
Morien, die Freiherren und Herren von.
Morien, Morian und Mohr ist der Name eines altadeligen Ge-schlechts, das in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ausge-storben ist. Bernhard Morien wurde wegen seiner bewiesenen Tapfer-keit zum goldenen Sporenritter geschlagen. — In dem Diplom , wel-ches Kaiser Leopold I. im Jahre 1670 bei der Erhebung der Familie inden Freiherrnstand ertlieilte, wird eines Sander v. Morien erwähnt,der unter Karl dem Grossen tapfer gegen die heidnischen Sachsen ge-fochten hatte, und dafür mit mehreren Gütern, namentlich auch mitdem Stammsitze Nortkirchen belohnt wurde. Die v. M. waren langeZeit hindurch im Besitze des Erbmarschallamts im Hochstifte Münster.Als der Letzte seines Stammes erscheint Johann Dietrich AlexanderGeorg v. Morien.
Diese Familie führte einen schwarzen, links schrägen, viermal un-terwärts ausgezinnten Balken und einen rothen sechseckigen Stern imsilbernen Schilde. Auf dem gekrönten Helme ist eine Mohrengruppeohne Arme, mit silbernem Kragen und rother Stirnbinde zwischen zweiStraussfedern, wovon die rechte schwarz, die linke silbern ist, dar-gestellt. Die Helmdecken sind schwarz und silbern. M. s. Kobens,II. S. 233 u. s. f.
Moritz, Herr von.
Se. Majestät der jetzt regierende König Friedrich Wilhelm III. er-hob in der ersten Hälfte des Jahres 1836 den Generalmajor a. D.,Wilhelm Christian Friedrich Moritz, in den Adelstand. Derselbe istaus königl. sächsischen Diensten in die diesseitige Armee getreten. ImJahre 1793 erwarb sich derselbe bei Zweibrücken das preuss. goldeneMilitair-Ehrenzeichen alter Art; er commandirte zuletzt als Oberstdas 32. Landwehrregiment, und lebt gegenwärtig in Langensalza imRegierungsbezirke Erfurt.
M o s c Ii, die Herren von.
Dieses alte vornehme Geschlecht, das zu den alten Rittern derQuaden und Lygier gezählt wird, kommt in alten Urkunden unterdem Namen v. Muscliin und Muschcin vor, und gehört seinem Ur-sprünge nach der Grafschaft Glaz und dem Fiirstenthume Neisse inSchlesien an. In der letztern Landschaft liegt das Stammhaus derFamilie, welches Sinapius Bötendorf nennt, wahrscheinlich aber Boit-mannsdorf heissen soll. Auch in der Lausitz hat sich das Geschlechtansässig gemacht, und hier besitzt oder besass noch in der neuestenZeit die Familie Schacksdorf und andere Güter. Zuerst erscheintGörice oder George Mosch auf Arnoldsdorf oder Arnsdorf im Glazischen,der um das Jahr 1300 lebte. Sein Bruder Hattos oder Hans v. M.