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3 (1842) I - O
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Mörder — Monier.

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diger 80jähriger Greis auf das Schlachtfeld gerufen, gerieth er zuErfurt, nach der Schlacht hei Jena, in Gefangenschaft. Doch dieFeinde ehrten den Ruhin des alten Feldherrn auch im Unglück, undentliessen ihn auf sein Ehrenwort nach Berlin. Er starb am 28. Ja-nuar 1816 unvermählt zu Havelberg. Ein Schriftsteller spricht sichüber seinen Charakter folgendermassen ans: „Seine Menschenfreund-lichkeit und Herzensgüte spricht sich vorzüglich in den Tagesbefehlenaus, die er als Gouverneur der Hauptstadt erliess. Sie empfahleneine menschliche und zweckmässige Behandlung des gemeinen Man-nes, um in der Brust desselben das bessere Gefühl zu wecken, undihn mehr empfänglich zu machen zum Gehorsam durch den An-trieb der Ehre, als durch die Strafe des damals viel gebrauchtenStocks."

Mörder, die Herren von.

Die v. Mörder oder Morder gehören ursprünglich Mecklenburgan und verbreiteten sich dann auch in Pommern, wo sie im Wol-gastischen begütert waren. Der pommer'sche Ast erlosch schon imJahre 1700, die mecklenburgische Hauptlinie aber ging im Jahre1730 aus. Siebmacher giebt das Wappen dieser Familie V. S. 166.,und v. Meding beschreibt es III. No. 544. Die v. Mörder führten imsilbernen Schilde einen vorwärts gekehrten rothen Löwenkopf, undauf dem Helme eine in Silber und Roth getheilte Lilie, oben mitfünf Pfauenfedern geschmückt.

Mörncr, die Grafen nnd Herren von.

Ein altadeliges Geschlecht der Mark Brandenburg, das in derUckermark und in der Neumark Güter hatte, auch in der Altmark,namentlich im Kreise Jerichow, ansässig war. In der Neumark sinddie Rittersitze Zellin und Klüssow bei Königsberg, Tornow im LandeSternberg u. s. w., alte Besitzungen der von Mürner. Uebrigenswird dieses Geschlecht auch zum Adel in Thüringen gezählt, demes auch Siebmacher beigesellt. Er giebt das Wappen im 1. Bd. S.146., wie wir es unten beschreiben. — Krenzwend v. Mörner warGeheimer Ordensrath, Oberhauptmann u. s. w. Er zeugte mit AnnaMaria v. Mörner, aus dem Hause KIössow, den Bcrciul Joachim v.Mörner, kurbrandenburgischen Oberst, Chef eines Regiments zuPferde. Derselbe war in seiner Jugend Page des Kurfürsten GeorgWilhelm, dann trat er in die Reiterei. Im Jahre 1655 war er Ritt-meister im Regiinente des Feldmarschalls Freiherrn v. Deriiinger. BeiFehrbellin befehligte er ein Regiment schwerer Reiter, und hier wares, wo er an der Spitze einer siegreichen Abtheilung im Vordringenden Tod der Ehre starb. Er war dreimal vermählt, zuerst mit AnnaKatharina v. Schaplow (die 1652 starb), zum andern Male mit AnnaSophia v. d. Marwitz, und zum dritten Male mit Katharina Elisabethv. Sacken. Aus der ersten und aus der zweiten Ehe haben ihn Kinderüberlebt. In Pommern war ein adeliges Geschlecht von Mörner an-sässig, das Micrälius erwähnt, und Brüggemann mit dem Kreuze derausgegangenen Geschlechter bezeichnet. Dagegen blüht noch in derGegenwart eine in den Grafenstand erhobene Linie dieses Geschlech-tes in Schweden fort; aus derselben erhielt Graf Axel v. Mörner,schwedischer Generalmajor, im Jahre 1814 den preuss. Orden pour