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3 (1842) I - O
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MöllendorfF.

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Hartwich Friedrich v. M., ein älterer Bruder des nnten näher er-wähnten Generalfeldmarschalls v. M., begann seine militairische Lauf-bahn im ersten Bataillon Garde. Im Jahre 1746 wurde er vom Fähn-rich zum Hauptmann befördert, bald darauf aber zum Major undFHigeladjutanten, und 1756 zum Coinmandeur eines Grenadierbatail-lon. Kr starb am 18. Juni 1757 in der Schlacht bei Collin den Todfiir's Vaterland.

Johann Adolph v. 1\T., geboren im Jahre 1690, ein Bruder des er-wähnten Generallieutenants Friedrich Christoph v. M., wurde 1710Lieutenant im Regimente v. Katte zu Pferde, 1715 Hauptmann, 1719Major im Regimente Kronprinz Friedrich zu Pferde, 1744 Oberstlieu-tenant, 1736 Oberst, 1741 Chef des Kürassierregiments v. Wartens-leben , und 1743 Generalmajor. Im Jahre 1745 zum Generallieute-nant ernannt, schied er 1754 aus dem activen Dienste, und starbam 15. März 1758 auf seinem Gute Wudeke bei Rathenow, nachdemer sich in den Feldzügen in den Niederlanden bis zum UtrechterFrieden, in Schlesien, Sachsen und Böhmen rühmlichst ausgezeichnethatte. Kr war mit Karoline Auguste Sophie, Kdlen von der Planitz,ans dem Hause Langenstein, vermählt, mit welcher er zwei Sühnezeugte.

Wichard Joachim Heinrich v. M., geboren im Jahre 1724 aufseinem väterlichen Gute Lindenberg in der Priegnitz, ein jüngererBruder des in der Schlacht bei Collin gefallenen Majors llarlwich v.M., wurde, nachdem er die Ritterakademie zu Brandenburg bis zumJahre 1739 besucht hatte, von Friedrich II. zu seinem Pagen ernannt,und begleitete als solcher denselben in den ersten schlesischen Krieg.Im zweiten schlesischen Feldzuge war er Fähnrich im ersten BataillonLeibgarde, und erhielt bei Sorr die erste Wunde. Bald darauferfolgte seine Krnennung zum Hauptmanne und Flügel-Adjutantendes Königs. Nicht minder glänzend, als bei der Vertheidigung einesgrossen Proviant-Transports mit 300 Grenadieren gegen ein feindli-ches Corps von 4000 Panduren, trat seine Tapferkeit in den Schlach-ten bei Rossbach und Leuthen hervor. In der letztern Schlacht nahmer das Dorf Leuthen mit stürmender Hand. Nach der Belagerungvon Breslau zum Major und Commandenr des dritten Bataillon Gardebefördert, trug er wesentlich zur Kntscheidung des Sieges in derSchlacht bei Torgau bei, indem er unter dem General Saldern dieSiptitzer Höhen stürmte, die darauf befindlichen Geschütze nahm, undseine Kroberung mit Löwenmuth vertheidigte. Bei dieser Gelegenheitgerieth er in Gefangenschaft, aber bald darauf ausgewechselt, er-nannte ihn Friedrich der Grosse zum Obersten und Coinmandeur desRegiments Garde. Für die Krstiirmung eines verschanzten Postensbei Burkersdorf belohnte ihn der Generalmajorscharakter. 1774 zumGenerallieutenant befördert, wurde er 1783 Gouverneur von Berlinund Chef des daselbst garnisonirenden Infanterieregiments No. 25.Schon 1757 war er mit dem Militair - Verdienstorden geschmückt,171)6 zum Commandanten von Potsdam, Amtshauptmann zu Zeh-den, Dompropst des hoben Stifts zu Camin, und später zum Ritterdes schwarzen Adlerordens ernannt worden. Friedrich Wilhelm ILbeförderte ihn 1787 zum General der Infanterie und Vice-Ober -Präsidenten des neu organisirten Ober - Kriegs - Collegium, am 17.August 1793 aber zum Generalfeldmarschall. Im Jahre 1794 erhielter den Oberbefehl über die Rheinarmee, und in diesen Zeitraumfallen die siegreichen Treffen bei Kaiserslautern und Morlauterndie Gefechte bei Vogelweh, Weidenthal, Wachenheim, Deidesheim)beim Hurderkopf, u. s. w. Noch einmal im Jahre 1806 als ehrwür-v. Zedlitz Adels-Lex. III. 27