Molil.
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le merite. Das oben erwähnte Wappen zeigt im goldenen Schildeeinen braunen, dreizackige grüne Blätter treibenden Ast. Auf demgekrönten Helme ist ein solches Blatt zwischen zwei weissen Adler-ilügeln angebracht. Helmdecken golden und grün. M. s. v. Pfeffin-gens Geschichte der Braunschweigschen Lande , I. Band 3. TlieilS. 690. Zedler's Universal-Lexicon, Bd. XXI. S. 802. Sinapius, I.Seite 817.
Mo Iii, die Freiherren und Herren von.
In Flandern, Thüringen und in Schlesien kommt das Geschlechtder von Mohl, auch Moldau und Mühl geschrieben, vor. In Schlesienlinden wir zuerst im Jahre 1437 einen I-Iofcavalier des Herzogs Bolkozu Münsterberg, Frnnciscus v. Mohl. Sein Enkel, Balthasar v. Mohl,war 1488 Rath bei dem Herzoge Conrad dem Weisen zu Oels, unddessen Sohn, Balthasar v. Mohl oder Mühl, erwarb Rädlitz bei Lüb-ben, und seitdem erhielt dieser schöne Rittersitz den Nainen Mohl-oder Mühlrädlitz (er ist in neuerer Zeit an die Nikisch und Roseneck,und von diesen an das reichsgrälliche Haus Nostitz (evangelischer Li-nie) gekommen). Durch Vermählung des Friedrich v. Mohl mit Lu-domille v. Skoppin zu Dromsdorf erwarb das Haus 1563 die GüterDromsdorf, Lederhosen, Seckerwitz u. s. w.; auch Gr. Rosen, Panz-kau, Poischwitz n. s. w. gehörten im 17. Jahrhunderte dieser Fami-lie. Im Jahre 1640 am 25. Octbr. wurde David v. Mohl auf Mühl-rädlitz , unweit Liegnitz, durch den Schuss eines Meuchelmörders ge-tödtet. Sein Sohn Niholas v. Mohl diente in Frankreich und in Spanien,und beschloss sein viel bewegtes Leben am 25, Decbr. 1699. — Ausder Ehe des Friedrich v. Mohl auf Gross-Rosen und Poischwitz, undIsoida v. Frankenberg, wurde Friedrich Balthasar v. Mohl geboren,der am Anlange des vorigen Jahrhunderts der einzige seines Ge-schlechts in Scldesien war; er vermählte sich mit einer v. Poser, undhatte aus dieser Ehe eine Tochter gezeugt. Nach dem Tode seinerersten Gemahlin vermählte er sich mit einer von Löwen auf Klein-Rosen. Aus dieser letzten Ehe überlebte ihn ein Sohn, Friedrich v.Mohl, der im Jahre 1742 am 1. Mai vom Könige Friedrich den ILin den Freiherrnstand erhoben wurde. Mit seinem Sohne Friedrichv. Mohl ist im zweiten Decennium dieses Jahrhunderts das Geschlechtim Mannesstamme erloschen. Im weiblichen Stamme erhielt es sichnoch bis vor wenig Jahren durch die einzige Tochter des FreiherrnFriedrich v. Mohl, die mit dem F'ieiherrn Julius v. Galen, früherauf Jacobsdorf bei Neumarkt, vermählt war. Das Wappen dieser alt-adeligen Familie ist in zwei Hälften getheilt. In der obern rothenHälfte sind drei neben einander liegende silberne Rosen; die untereHälfte füllt ein in vier Reihen zerfallender schwarz und silber-ner Schach aus. Auf dem gekrönten Helme ruht ein halber, silber-ner Mond, mit den Ilürnein aufwärts gekehrt, daraus steigen sechsrothe Reiherfedern empor, die sich auf beiden Seiten, jede zudrei Federn, abtheilen. Helmdecken links silbern und rotli, rechtsschwarz und silbern. Auf alten Abdrücken sieht man statt des Mon-des einen mit drei silbernen Reifen umwundenen schwarzen Becher.Die Familie hatte das oben beschriebene Wappen bei ihrer Erhebungin den Freiherrnstand ohne Veränderung beibehalten, und nur zweimit Bogen und Köcher bewaffnete Mohren als Schildhalter gewählt.Sinapius, I. Band, S. 647., und II. Bd. S. 813. Gauhe, I. S. 1029.Zedier, XXI. Band, S. 841. v. Meding, 11. No. 565.
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