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Mirbach. 413
auf Ticlielen, der mit Anna v. llanxeler zu Ruhrkempen vermählt war,fangen die aufgeschwornen Abstammungen an. Johann Wilhelm v. M.zu Ticlielen, Herr zu Harf und Goistorf, war mit Maria Barbara, derErbtochter von und zu Harf verehelicht. — Wilhelm Ludwig v. j VI.wurde in den Beichsfreiherrnstand erhoben. Gegenwärtig ist ein Frei-herr v. M. Oberlandesgerichts-Assessor bei dem 'Landgerichte zu El-berfeld. — Ein Freiherr v. Mirbach-Kempen zu Heinsberg im Regie-rungsbezirke Aachen ist seit dem Jahre 1825 königl [Kammerherr. Erstand früher in preuss. Kriegsdiensten und erwarb sich das eiserneKreuz bei Belle Alliance. — Im Jahre 1806 standen mehrere v. M.in der Armee, namentlich wurde im Jahre 1806 ein v. M. alsMajor pensionirt, der im Reginiente v. Kiichel gestanden hatte. —Ein Capitain v. M. diente früher im Regimente v. Diericke; er warzuletzt als Oberstlieutenant der 1?. Garnison-Compagnie aggregirt undstarb 1821. — Im Regimente Garde stand ein v. M., der 1813 anehrenvollen Wunden als Capitain im 16. Infant.-Regim. starb. — EinLieutenant v. M. diente 1806 im Regimente v. Riichel, der späterOberstlieutenant und Commandeur des 14. Infant.-Regim. war, undals Oberst aus dem activen Dienste schied. Im Jahre 1828 war erOberzoll-Inspector in Stallupöhnen. Er ist Ritter des Miiitair-Ver-dienstordens (erworben bei Schlockhof), des eisernen Kreuzes 1. Cl.(in Holland) u. s. w. — Ein Lieutenant v. M., der früher im Kii-rassierregimente Graf Henckel stand, war später im 1. Kürassierregi-mente Rittmeister, schied sodann als Major aus, und ist im Jahre1822 gestorben. — Ein Lieutenant v. AI. starb 1813 den Tod fürsVaterland; er hatte im Regimente v. Besser gestanden. — Ein ande-rer Lieutenant im 2. Infanterieregimente, der im Regimente v. Riitsgestanden hatte, blieb 1815 auf dem Felde der Ehre. — Irin Major,Baron v. M. a. D., der gegenwärtig zu HarlF im Kreise Bergheimlebt, erwarb sich bei Fleurus das eiserne Kreuz.
Das Wappen der Freiherren V .Mirbach zeigt ein achtendiges, mitder Wurzel ausgerissenes silbernes Hirschgeweih im silbernen .Schilde;dasselbe wiederholt sich auf dem bewulsteten Helme. Die Deckenschwarz und silbern. M. s. Robens, I. S. 301 u. s. f. Das Wappenhat so viele Aehnlichkeit mit dem der Grafen Dohna, dass man Grundhat zu glauben , beide Geschlechter seien vom nämlichen Urstammeentsprossen. Folgende Familiensage erhält dadurch um so mehr Wahr-scheinlichkeit. Irin Ritter v. Mirbach soll auf der Hirschjagd einePrinzessin, welche bei der Verfolgung des Hirsches mit ihrem Pferdein die Donau gerieth, mit augenscheinlicher Lebensgefahr gerettethaben. Jener Mirbach soll von der Zeit an Donau oder Dona genannt,und ein Ritter von hohem Ansehen geworden sein, auch eine reicheNachkommenschaft hinterlassen haben. Eine-andere Familiensa»e istdiese, dass Hermann v. Mirbach, als die Brabanter im Jahre I3S8den jungen Herzog Wilhelm v. Jülich und Geldern mit einer grossenMacht von 40,000 Mann überfielen, und doch auf unglaubliche Weisevon dein Herzoge und einer Handvoll Braven theils in die Maas ge-sprengt, tlieils geschlagen wurden, mit verhängtem Zügel in dendichtesten Haufen der Feinde hineinsprengte, einen der vornehm-sten Anführer der Brabanter durchbohrte, und dadurch dem Feindeeinen solchen panischen Schreck eingejagt haben soll, dass das ganzeCorps die Flucht ergriff, und er durch diese Heldenthat den völligenSieg entschieden habe.
Ein Zweig der Familie v. M., der in Böhmen begütert ist, wurdeim Jahre 1791, mit Friedrich Gotthard v. M., in den Reichsgrafenstanderhoben. Dieses gräfliche Haus besteht gegenwärtig aus dessen WittweKindern und Enkeln: