Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
412
Einzelbild herunterladen
 

412

Minnigeroilc — Mirbach.

Major im Kürassierregimente v. Seidlitz, sein Sohn aber Rittmeisterin demselben und Besitzer der Güter Scliön-Rankwitz, Peltschiitz undTscheschwitz. Er vermählte sich mit einer v. Poser und erwarb da-durch das Gut Grunewitz im poln. wartenberger Kreise. Letztereserhielt sich auch noch im Besitz seines Sohnes, Siluius v. M., der eswieder seinem Sohne Siluius, dem jetzigen Besitzer von Grunewitz,hinterliess. Er vermählte sich mit der einzigen Tochter des Rittmei-sters v. Poser auf Perschau und erwarb dadurch die Güter Perschau,Nieproschin und Poln. Ellgutll im Trebnitzer Kreise. — Dieses letzt-gedachten v. M. Grossvaters Bruder war General und starb in War-schau. Ein Solin des Generals war Stabsrittmeister im ehemaligenKürassierregimente v. SeidIitz und ist der gegenwärtige Besitzer vonHaltauf. — Von der sächsischen Linie ist der königl. sächsische Ge-neral und Kabinetsminister gegenwärtig Gesandter am prettss. Hofe.Er ist mit einer Gräfin v. Schulenburg-Petzendorf vermählt. — InBrünn starb um das Jahr 1818 ein Feldmarschall-Lieutenant Baronv. M., der in früheren Jahren in Mantua commandirt hatte.

Die v. Minckwitz führen ein schwarz und weiss auf den Seitenspitzenweise sechsgetheiltes Schild und auf dem gekrönten Helme eineweiss und roth quadrirte Kugel, die mit fünf abwechselnd weissen undschwarzen Straussfedern geschmückt ist. 1 lelmdecken weiss undschwarz. Dieses Wappen giebt Siebmacher, I. S. 164. v. Meding be-schreibt es I. N. , r )4(i u. folg. Nachrichten findet man in Knauth, Pro-drom. Misnens. Sinapius, I. S. 044. II. S. 381 u. f.

Minnige rode, die Herren von.

Ein altadeliges und vornehmes Geschlecht, das früher den NamenRiemen führte. Als Stammherrn verehrt dieses Hans den edlen Rö-mer Otto Corrigia, der unter Karl dem Grossen gegen die Sachsenkämpfte, und zur Belohnung seiner Tapferkeit das im Schwarzburg-schen gelegene Gericht Allerberge, welches noch jetzt in den Hän-den der Familie ist, erhielt. Uebrigens Hat sie beträchtliche Güterim Hannoverschen und auf dem Eiclisfelde. Sie theilte sich in dieLinien zu Silkerode und zu Bockelnhagen, und zwar letztere wiederin die Häuser vor dem Schulenberge, auf dem Hohenhause, auf demOberhofe, auf dem Forstmeistershofe und zu Wollershausen. — Chri-stian Ernst v. Minnigerode wurde am 30. Sept. 1704 zum Johanniter-ritter geschlagen. —• Es haben zu verschiedenen Zeiten Söhne ausdiesem Hause im preuss. Civil- und Militairdienste gestanden; gegen-wärtig steht ein Lieutenant v. Minnigerode im 20. Infanterie-Regi-mente zu Magdeburg,

Siebmacher giebt das Wappen der v. Minnigerode II. S. 124. Eszeigt im rothen Schilde einen silbernen Angelhaken, der auf der in-wendigen Seite drei Widerhaken hat, und auf dem ungekrönten Helmeeinen Blumentopf mit neun rothen Rosen.

Mirbach, die Grafen und Freiherren von.

Eine den Rheinprovinzen ungehörige altadelige Familie, welchesich auch in mehreren Zweigen mit dem Orden nach den östlichenProvinzen gewendet, und namentlich auch in Kurland, Lieflandund Preussen ansässig gemacht hat. Auf dem Turniere bei der Hoch-zeit des Herzogs Wilhelm von Jülich mit Jacobea von Baden im Jahre1585 erschien Jan von Mirbich, seine acht väterlichen und acht müt-terlichen Ahnen vollgültig beweisend.— Mit Johann v. Mirbach, Herrn