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Misbach — MisitscLcck.
Gotthard, geb. den 6. Juli 1806, Sohn des Grafen FriedrichGotthard (gestorben 1827), Besitzer der Herrschaft Cosnianos in Böh-men, vermählt 1) 1828 mit Mathilde Friederike, Gräfin v. Pachta,geb. den 13. Januar 1812, gestorben im Mai 1831, und 2) den 24.Mai 1834 mit deren Schwester Aloyse, Gräiin v. Pachta, geb. den6. Juni 1808.
Kinder:
1) Mathilde, geb. den 21. August 1828.
2) Emil, geb. den 16. November 1829.
Mutter:
Harham, geb. v. Holly, vermählt 1806 mit dem Grafen FriedrichGotthard v. M., Wittwe seit 1827.
Misbach, die Herren von.
Eine adelige Familie in Pommern. Magnus Ewald und KarlGotthelf v. Misbach ererbten 1769 Kunow bei Wangerin im saazigerKreise von ihrer Tante Eleonora Constanzia v. Wedel. Später besassEmst Sigismund Ferdinand v. Misbach dieses Gut. Ein Major v. Mis-bach schied 1824 aus dem 15. Infant. - Regiment. Kr hat sich 1814vor Soisson in Frankreich das eiserne Kreuz erworben.
Das Wappen dieser Familie ist ein in zwei gleiche Feidungen derLänge nach abgetheiltes Schild, in dessen hinterm untern, blau- oderlazurfarbenen, in der Mitte durchschnittenen Felde eine ans demWasser bis über die Hiifte aufsteigende Otter, von natürlicherFarbe, in dem Maule einen Fisch habend, zu sehen ist. Das vor-dere obere Feld aber ist gelb oder goldfarbig, worin ein auswärtsgekehrter, gekrönter, bräunlicher Löwe mit roth ausschlagenderZunge hinter sich aufwärts gewundenem doppelten Schwänze, auf-recht stehend, in den vorwärts werfenden Pranken einen grünen Mis-pelbaum haltend , vorgestellt ist. Auf dem Schilde zeigt sich ein freiolfener, adeliger Turnierhelm, mit anhangendem Kleinode, linkerSeits gelben und schwarzen, rechter Seits aber weissen und blauenoder lazur-farbenen anhangenden Ilelmdecken, auch mit einer goldenenKrone geziert, woraus zwischen zweien, mit den Spitzen einwärts ge-kehrten, und also mit Farben abgetheilten Adlerfiiigeln (von welchender linke unten weiss und oben blau, der rechte aber unten schwarz undoben gelb ist) die in dem hintern untern Theile des Schildes beschrie-bene Otter bis an die Hiifte entspringt.
Misitsclieck, die Herren von.
Aus dem adeligen Geschlechte Misitscheck v. Wischhau, welchesin Polen, Böhmen und Schlesien einheimisch ist, haben verschiedeneMitglieder in der preuss. Armee gedient, namentlich:
Der Generalmajor Misitscheck v. Wischkan, der als Assessor des1. Departements vom Ober-Kriegscollegium für die Angelegenheitender Cavallerie angestellt war, und im Jahre 1810 im Pensionsstandegestorben ist. Er hatte sich im Jahre 1794 vor Warschau den Ver-dienstorden erworben. — In dem Dragonerregimente v. Voss standder Capitain v. M., der im Jahre 1827 als Major a. D. gestorben ist.— Noch gegenwärtig dienen mehrere Subaltern-Olliziere dieses Na-mens in der Armee.