Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
405
Einzelbild herunterladen
 

Meyer — Meyer v. Knonau.

405

vom 8. Infanterieregimente zu Guben. Im 2. Infanterieregimente stelltder Hauptmann v. Meusel, Ritter des eisernen Kreuzes, erworben beiLöbnitz (Hagelsberg).

In Schlesien ist auch eine adelige Familie Mensel von Rittersbergbekannt. Ein Hauptmann Mensel v. Rittersberg war 1806 Platzmajorin .Silberberg, und starb 1807. Wahrscheinlich gehörte derselbe zuder oben erwähnten Familie v. Meusel. Da der in den preuss. Adel-sland erhobene Wilhelm Ludwig v. Meusel unvermählt gestorben ist,so erscheinen die heute sich noch unter uns befindenden v. M. als ei-ner andern Familie angehörig, doch fuhren sie dasselbe Wappen.

Die von Meusel führen im blauen Schilde einen silbernen Quer-balken , belegt mit drei hinter einander laufenden Mäusen. Die Meu-sel von Rittersberg fuhren auf dem Helme einen Adler, über dem viermit Herzen belegte Säulen (Stäbe) hervorragen. Auf einem vor unsliegenden Abdrucke erscheinen die letztern wie Kanonenläufe.

Meyer, die Herren von.

Eine adelige Familie in Pommern und Mecklenburg. Aus dersel-ben haben viele Mitglieder im Militair-, wie im Civildienste gestan-den. Namentlich war im Jahre 1806 ein v. Meyer Präsident der Re-gierung von Siidpreussen in Warschau, ein anderer v. Meyer war Di-rector der Kriegs- und Domainenkammer in Stettin. Ein Fräulein ausdieser Familie war damals und ist noch heute Conventualin des Klo-sters zu Stolpe. — Ein v. Meyer stand 1806 in dem Regimente vonHüchel zu Königsberg, er starb IS 10; ein anderer stand in dem Leib-Kürassierregimente, und starb 1824 als Oberstlieutenant im 4. Küras-sierregimente.

Die v. Meyer führen ein mit Gold eingefasstes, unten spitzig zu-laufendes Schild, in dessen grüner Feidung zwischen zwei goldenenQuerbalken drei Sicheln zu sehen sind. Das Schild ist mit einem blauangelaufenen, mit roth ausgeschlagenen goldenen Bügeln und daran hän-gendem gleichmässigen Kleinode gezierten adeligen, frei oilenen Tur-nierhelme bedeckt, über welchem und einer goldenen Krone zwischeneinem schwarzen Adlerfloge ein geharnischter Arm mit einem Säbelund daran hängendem silbernen Portd'epee hervorgeht. Die Ilelin-decken zu beiden .Seiten sind grün und golden.

Meyer v. Knonau, die Herren.

Ein altadeliges Geschlecht im Canton Zürich, welches seit 1363das Erbbürgerrecht der Stadt und Republik Zürich besitzt, und auswelchem gegenwärtig ein Mitglied als Seconde-Lieutenant im KaiserAlexander-Grenadier-Regimente in preussischen Diensten stellt. —Das Stammhaus ist die Burg Knonau, welche jetzt der Sitz des zii-richschen Landvoigtes des Oberamts gleiches Namens ist. — Von derBurg und dem Dorfe Knonau, welches eine ehemalige Majora oderMeierei, und Castellania oder Voigtei bildete, wurde das GeschlechtMeyer von Knonau benannt. — Rudolph Meyer v. Knonau lebte aufder Burg als (Erb-) Meyer zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, und warHerr zu Mettmenstetten und Breitmatten; er ist der Stammvater derdiplomatisch ununterbrochenen Stammreihe; seine Söhne erlangten 1363das Erbbürgerrecht der Stadt Zürich, und von seinen Enkeln war Jo-hann im Jahre 1400 regierender Bürgermeister gedachter Stadt undRepublik. Mit Ruhm und Ehre hat es die hohen und höchsten Stel-