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Metscli — Metternich.
Diese Familie führt einen rotlien Balken zwischen zwei laufenden Füch-sen und auf dem Helme einen llosenstock, mit rechts sechs, linkssieben rothen Rosen an mit eben so viel Blättern gezierten Stielen.
Mötsch, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Eine sächsische Familie, die im Ulersebnrgschen und Anhalt-schen sehr begütert war und jetzt noch im Voigtlande ansehnlicheBesitzungen hat. Ein Zweig derselben ist in den Freiherrenstand er-hoben worden, ein anderer ist zur grällichen Würde gelangt. DieErbtochter des letzten Grafen Jolinnn Adolph v.Metsch, kaiserl. wirkl.Geheimen Raths und Reichs-Vicekanzlers, vermählte sich mit deinFürsten Johann Joseph v. Khevenhüller, und dieses fürstliche Hausführt seitdem den Namen Khevenhiiller-Metsch, Der Freiherr JohannErnst v. Metscli wurde im Jahre 1817 in den Grafenstand erhoben.Die gegenwärtig im Königreiche Sachsen und namentlich bei Reichen-bach und Planen im Voigtlande und im Erzgebirge begüterte Familiev. Metsch führt im silbernen Schilde einen blauen Sparren oder Haus-giebel, und auf dem Helme zwei Bülfelhörner, wovon das rechte blau,das linke silbern ist. Die Freiherren v. Metscli führen ein quadrirtesSchild. Im I. und 4. Felde ist ein blauer Giebel, im 2. und 3. ro-then Felde ist eine goldene, mit Edelsteinen besetzte Krone dargestellt.M. s. auch Gaulle, I. S. 1004 — 6. Zedlers Universal-Lexicon XX.S. 1389 u. f.
Metternich, die Fürsten von.
Das ursprünglich jiilichsche altadelige, jetzt fürstliche GeschlechtV. Metternich soll, nach einer Familiensage, seinen Namen von fol-gender Begebenheit erhalten haben: Als die Sachsen durch ihre wie-derholten Friedensbrüche die Geduld Karls des Grossen ermüdet hatten,und dieser, um das abendländische Kaiserthum zu befestigen, sich ge-nöthigt sah, die ganze Nation zum christlichen Glauben zu zwingen,so iiberliel er sie in einem Feldzuge. Er fand, dass viele Westphä-linger, die er früher begnadigt und angestellt hatte, wieder abtrünniggeworden waren. Da man ihm unter diesen auch den Metter nannte,sprang er auf und sagte: „Nein, Metter nicht!" Diese Aeusserungwurde bald bestätigt, denn als man nach einigen Tagen tiefer insLand rückte, fand man den tapfern Metter bei der Irmensäule, biswohin er mit einem Häuflein Getreuer vorgedrungen war, beschäftigt,die Irmensäule zu zerstören, mit eigenen Händen das Götzenbild her-unter werfend. Der Kaiser, darüber erfreut, rief aus: „habe ichnicht gesagt, Metter nicht?" und seit dieser Zeit soll derselbe Met-ternich genannt worden sein. Obgleich es nach authentischen Quellenerwiesen, dass diese Familie von altemAdel ist, so fängt doch die or-dentliche Stammreihe derselben erst mit Karl v. Metternich an, derum das Jahr 1400 lebte und die jiilichsche Herrschaft Zievel erkaufte.Das Geschlecht theilte sich in mehrere Linien, von welchen einige,(z. B. Wolfpang Heinrich am 14. April l(jö4) in den Freiherren-, spä-ter in den Grafenstand erhoben wurden, Philipp Emerich und seinVetter Dietrich Adolph (der letzte seiner Linie, gestorben 1695), er-hielten am 20. März 1679 nebst ihren Schwestern vom Kaiser Leo-pold I. den Grafenstand. Von dem Erstem stammt die fürstliche Li-nie, die einzig noch blühende. — Emst Freiherr v. Metternich, voneiner andern Linie, erlangte am 28. Mai 1696 den Grafenstand. Von