Mervcillenx — Mcscritz.
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Mehrere Linien führen den Urnainen und das Wappen mit heral-dischen Veränderungen; daher Merode-Westerloo mit Vermehrung derQuartiere von ihren häufigen Besitzungen in Belgien; Merode - Hoffa-lize mit erbschaftlicher Ecartelirung durch Wappen von Iloflälize;Merode-Schlossberg, das ursprüngliche Wappen zwischen offenen Flü-geln wiederholt; Merode-Vlatten, mit einem silbernen Sterne in einerblauen Vierung im rechten Oberwinkel. Merode - Frankenberg nahmenmit dem Kittersitze und Jagdschlosse Karls des Grossen den Namenund das Wappen von Frankenberg, viergetheiit mit dem v. Baur stattdes ihrigen an. Die ältere Linie Scheillart v. Merode führt das ur-sprüngliche aragonische Wappen einfach, nämlich: Vier rothe ablangePfähle in Gold, auf dem gekrönten Helme zwischen offenen, rechtsrothen, links goldenen Flügeln, ganz wiederholt; Decke und Livreegolden und roth. Zuweilen findet man das Oberwappen verändert,nämlich: statt der oll'enen Flügel einen goldenen feuerspeienden be-flügelten Drachen, eine goldene Standarte rückwärts tragend, wor-auf das Wappenschild wiederholt wird. M. s. Robens, I. S. 2i u. f.
Mcrveillcux, die Herren von.
(Deutsch Wunderlich.) Dieses Geschlecht kam mit Ilänsely ausRöteln im Badenschen 1448 mit Markgraf Rudolph nach Neufchätel undveränderte seinen Namen in das französische Merveilleux. Johann be-wirkte bei den Kidgenossen, dass der Markgräfin Johanna von Hoch-berg 1529 das Fürstenthum wieder abgetreten wurde, weshalb er indemselben Jahre von ihr den fürstlichen Adelstand erhielt und mit meh-reren Lehngiitern,'und namentlich Zehnten zu Coffrane begnadigt wurde;er hat auch das Lobbürgerrecht von Bern erhalten, welches seineNachkommen in Samuel zu Anfange des 17. Jahrh., und in Wilhelm1642 wieder erneuerten; mit des Letztern Sohne, Ueonj, Landvoigt zuEchallens, erlosch es aber 1702 zu Bern, wo es die deutsche Schreib-art seines Namens „Wunderlich" gebraucht hatte. ■— Im Canton Bernund in der damals zu diesem gehörigen Landschaft Waadt besass esehedem die Mitherrschaft Worb, die Herrschaften Kssert Bellevaux; vonseinen jVerbindungen verdient Erwähnung die mit dem freiherrlichenHause von Diesbach ; es hat im Fiirstenthume und in der Stadt Neuf-chatel die angesehensten Aemter bekleidet, auch in fremden DienstenRang und Ehre erworben. Ein v. Merveilleux ist gegenwärtig Lieute-nant im Garde - Schützenbataillon von Neuenburg zu Berlin.
Meschede, die Freiherren und Herren von.
Ein uraltes adeliges, zum Theil anch freiherrliches Geschlecht,das sowohl dem cülnischen, wie auch dem osnabriickschen Lande an-gehört oder angehörte. Es führt im goldenen Schilde einen rothen,oben spitz zugehenden Iiausgiebel. Auf dem ungekrönten Helme istauf einem goldenen Postamente eine grüne, mit dem Hausgiebel be-legte Kugel vorgestellt. Dieses Wappen giebt Siebmacher, IV. S. 130.
Meseritz, die Herren von.
Eine adelige Familie in Pommern, welche aber gegenwärtig nichtmehr in (lieser Provinz begütert ist. Im Jahre 1806 war eine Toch-ter aus diesem Hause Conventualin im Kloster zu Marienfliess. —