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Mellish — Mengersen.
hat noch anf dessen Spitze drei rothe und zwei weisse gegen einan-der abwechselnde Straussledern; der dritte trägt einen Rosenstock mitsieben Rosen und gehört zum 2ten Felde; der 4te hat den aufgerich-teten goldenen Löwen des 5ten Feldes, welcher einen halben schwar-zen Adler trägt. Die Wappendecke ist golden, silbern, roth und blau,und das ganze Wappen wird von zwei schwarzen Greiften getragen,die auf einem grünen Hügel stehen.
M. s. auch Micrälius, S. 504. Gauhe, I. S. 997. Allgemeines ge-nealog. und statistisches Handbuch, I. S. 081 — 85.
Mellish, Herr von.
Joseph Karl v. Mellish, ein Edelmann in Weimar, wurde im Jahre1798 zum preuss. Kammerherrn ernannt.
Mengersen, die Grafen und Herren von.
Das altadelige, gegenwärtig zum Theil gräfliche Geschlecht vonMengersen gehört seinem Ursprünge nach Westphalen an; es ist aberdie gräfliche Linie gegenwärtig im Regierungsbezirke Merseburg desHerzogthums Sachsen ansässig. Auch im Königreiche Hannover undden fürstlich lippeschen Landen ist die Familie begütert. Das Stamm-haus der Familie ist das Dorf Rheder bei Paderborn, und vor langenZeiten schon waren sie Burggesessene zu Borkholz. Namentlich be-sass Helmin bereits im J3. Jahrhunderte die Burg zu Borkholz. Mitdem deutschen Orden zogen mehrere Ritter aus diesem Hause mit indie östlichen Länder, und nocli heute blüht in Liefland eine Linie desGeschlechts. Hermann v. M. focht im 10. Jahrhunderte gegen die Tür-ken. Später wird sein Name in der Geschichte des Wiedertäufers Jo-hann v. Münster, dem er kräftigen Widerstand geleistet hatte, genannt.Joseph Moritz v. M., war kais. General, der namentlich gegen die un-garischen Insurgenten und gegen die Türken sich hohen Kriegsruhmerworben hat. — Ferdinand Moritz v. M. war des deutschen OrdensLandcomthur der Bailay Westphalen, und Minister des Deutschmei-sters Prinzen Karl v. Lothringen. Ein jüngerer Bruder desselben wardes deutschen Ordens Comthur zu Mecheln. — Clemens August, Kam-merpräsident und Doincapitular zu Paderborn, machte sich durch- dieStiftung eines Fideicoininisses für seine Familie, und durch die Grün-dung eines Seminars zu Paderborn um Stadt und Land verdient.Das Haupt des gräflichen Hauses in Westphalen, der Amtsdrost aus-ser Diensten auf Rheder, erhielt im Jahre 1877 den rothen Adlerorden3. Cl., und das Haupt der im Königreiche Sachsen begüterten Linie,Graf Friedrich Wilhelm Bruno v. M., starb am 29. Octbr. 1836 inDresden. Das gräfliche Haus besteht gegenwärtig aus folgenden Mit-gliedern :
Joseph Bruno, geb. den 22. April 1804, vermählt seit dem 30.Septbr. 1835 mit Charlotte, Gräfin v. Münster, geb. den 17. Febr.18lb, Tochter des königl. grossbrit. hannoverschen Staats- und Cabi-netsininisters Grafen v. Münster.
Geschwister:
1) Clemens August Bruno, geb. den 4. Mai 1806, vermählt seit dem28. Januar 1834 mit Rosalie, Freiin v. Wietersheim.
Sohn:
Friedrich Bruno, geb. den 5. Novbr. 1834.