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Mellier — Meilin.
ris," der Stadt Vevay im Jahre 1479. Judith v. M., Tochter Johannsv. Mellet und der Edlen Johanna Loys, war in der Mitte des 17.Jahrhunderts Ehefrau des Edlen Franz Crousaz-Chexbres, Schloss-und Amtshauptmanns (Chätelain et Capitain zu Gierolles). — N. v.M. ist gegenwärtig Lieutenant im königl. preuss. neuenburger Garde-Schiitzenbataillon.
Das Wappenschild enthält im silbernen Felde einen wilden Apfel-baum (Meley, en Vaudois), an welchen ein schwarzer Bock empor-steigt; auf dein adeligen Tournierhelme ein wachsender schwarzerBock. Helmdecken grün, schwarz und silbern. Diese Nachrichtensind aus den uns vorliegenden Fainiliemnittheilungen und dem Stamm-baume des edlen und vornehmen Geschlechts der Freiherren v. Crou-saz-Chexbres und aus vidimirten Abschriften der Manualen der StadtVevay, die sich im Familienarchive belinden.
Mellier, Herr von.
Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 30. Novbr. 1780 denOberstlientenant in der königl. Schweizergarde zu Baris Johann JakobMellier in den Adelstand. Das ihm beigelegte Wappen besteht auseinem unbedeckten rothen, von zwei schwarzen gekrönten Adlern ge-haltenen Schilde. Darin ist ein silberner Hausgiebel oder Sparren an-gebracht und im obern linken Winkel steht ein silberner Stern.
Meilin, die Grafen von.
Dieses gegenwärtig in den diesseitigen Staaten im Mannsstammeerloschene grälliche Geschlecht hat sich früher auch Mallin geschrie-ben, und ist aus Niedersachsen schon vor langen Jahren in die östli-chen Länder, namentlich auch nach Lielland, Kurland und Schweden,gekommen. König Karl's X. von Schweden Generaladjutant und nach-maliger Feldmarschall, Reichsrath und Generalstatthalter von Pom-mern, Jiirge, Freiherr v. Mellin, der sich besonders bei dem Ueber-gange der schwedischen Armee über den gefrornen Belt auf dem Zugenach Fünen auszeichnete (m. vergl. unten die Beschr. des Wappens)brachte im Jahre 1690 unter Karl XI. die Grafenwürde auf sein Haus.Durch Vermählung des Grafen v. M. mit der Erbtochter des letztenv. Rothermund auf der Insel Rügen lielen die ansehnlichen Güter die-ses Hauses an die Grafen v. M., die auch die Herrschaften und Gü-ter Gaartz, Gaantz, Triglalf, Schnabow im Kreise Greilfenberg, Sil-ligsdorf im Kreise Neustettin u. s. w. besassen. Gaartz und Plastowsind alte Mellinsche Lehne, welche Joachim Dubislav v. M. bei seineinLeben am 6. Septbr. 1740 seinem zweiten Sohne, dem Hofgerichts-rathe Wilhelm Heinrich v. M., abtrat, nach dessen Tode sie seinerSchwester, dem Fräulein Anna Dorothea Luise v. M., zufielen. Spä-ter kam Joachim Wilhelm v. M. in den Besitz derselben. Der Letztedes Geschlechtes, der Graf August Wilhelm v. M., der seit dem Jahre1771 königl. preuss. Kammerherr und Johanniterordensritter war, be-sass, nachdem er seine Güter in Pommern verkauft hatte, zuletzt dieHerrschaft Naumburg am Bober im Fürstenth. Sagan; er starb am 16.August 1836 in dem seltenen Alter von 90 Jahren zu Stralsund. EineTochter von ihm ist die in Berlin lebende Wittwe des am 22. Octbr.1831 zu Berlin verstorbenen Obersten v, d. C,, Wilhelm Ferdinand vonder Dollen.
In der preuss. Armee sind zu höhern Wurden gelangt: