Mellenthin — Mellet.
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Mellenthin, die Herren von.
Ein altes pominersches Geschlecht, dessen gleichnamiges Stamm-haus auf der Insel Usedom liegt, und das später auch in andernThei-len von Pommern und in Schlesien Güter erwarb. Im Kreise Pyritzist ein Theil des Dorfes Loist ein altes v. Mellenthinsches Lehn, aufwelches der Generalfeldmarschall Friedrich Wilhelm v. Grumbkow imJahre 1737 die Anwartschaft und gesammte Hand erhalten hatte, undes am 15. April 1737 von Joachim Sigismund v. M. erkaufte. Wol-tersdorf im Kreise Saatzig war ebenfalls eine Besitzung der Familie,welches Iiaspar Heinrich v.M., königl. Landrath, in der letzten Hälftedes vorigen Jahrhunderts seinem Sohne, dem Hauptmann KasparHeinrich Friedrich v. M , überliess. Gegenwärtig besitzt in Pommernder Oberlandesgerichtsrath v. M. zu Danzig das Gut Gersdorf imKreise Dramburg, die Wittwe v. M. das Gut Heide im Kreise Dram-burg, und die Gebrüder v. M. Klein-Lienchen und einen Antheil anLangenhagen im Kreise Saatzig. — In Schlesien ist diese Familie inden Besitz des Gutes Gassendorf bei Liegnitz gekommen. Von demverstorbenen Major v. M. auf Gassendorf stehen noch gegenwärtigSöhne in der Armee, wie der Prein.-Lieutenant und Adjutant v. M.im 1. Garde-Regimente zu Potsdam. — Ein Major v. Mellenthincommandirt das 1. Bataillon des 9. Landwehrregiments zu Stargard,und ist Ritter des eisernen Kreuzes 1. Cl. (erworben bei Gross-Bee-ren). — Ein Major v. M., gegenwärtig ausser Dienst, erwarb sichin Frankreich das eiserne Kreuz 2. Classe.
Die v. Mellenthin führen in einem in die Länge herab getheiltenSchilde in dem Felde zur rechten einen schwarzen und gelben Schachund in dem silbernen Felde zur Linken einen Weinstock mit drei grü-nen Blättern und drei rothen Trauben. Der Helm trägt einen schwar-zen und gelben Schach, auf welchem drei Straussfedern stecken, vonwelchen die zur rechten gelb, die mittlere schwarz und die zur Lin-ken weiss ist. Dieses Wappen giebt Siebmacher V. S. 166. v. Me-ding beschreibt es II. Nr. 538. Micrälius erwähnt dieses GesclilechtYI. S. 504. Gauhe, I. 996.
Mcllcrsky, die Herren von.
Aus dieser adeligen Familie haben verschiedene Mitglieder inpreuss. Diensten gestanden, namentlich stand im Jahre 1806 ein Haupt-mann v. Mellersky im Regimente v. Brannschweig. Er war zuletztMajor im 5. kurmärkischen Landwehr-Infanterieregimente und ist ge-genwärtig pensionirter Oberst-Lieutenant und Ritter des eisernenKreuzes (erworben bei Dennewitz). — Ein anderer v. M. stand indem Regimente v. Manstein, und schied 1810 als Major aus dem 9.Garnisonbataillon. — Ein anderer v. M., der früher im Regi-mente v. Pirch stand, war später Capitain im 14. Infanterie-Regi-mente und starb im Jahre 1824.
Mellet, die Herren von.
Ein adeliges waadtländisches Geschlecht, welches das Bürgerrechtzu Vevay und Latour de Peilz im Canton Waadt besitzt. Zuerst fin-det man einen Aymon v. Mellet, Bürger von la Tourde Peilz, unterden Zeugen in der Eidesleistung des Edlen Franz Probi, „Praecepto-