Marek — Mardcfcld.
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Marek, die Herren von der.
Ein altes westphälisches und niederrheinisches Geschlecht, auswelchem viele Mitglieder im preuss. Civil- und Militairdienst gestan-den haben. — Der Major v. d. M. erwarb sich während der Belage-rung von Danzig 1807 den Verdienstorden; früher hatte derselbe inder niedersclilesischen Fiisilierbrigade gestanden, und zuletzt beklei-dete er den Posten eines Salzfactors in Bunzlau. — In der Gegen-wart stehen im preuss. Staatsdienste der Landrentmeister bei derRegierung zu Arnsberg, v. d. M., und der Intendanturrath beim 8.Armeecorps, v. d. M.; der letztere ist Ritter des eisernen Kreuzesam weissen Bande mit schwarzen Streifen.
Diese Familie führt im goldenen Schilde ein in der Mitte liegen-des, aus drei Reihen (jede zu neun Steinen), geformtes Schach, undauf dem Ilelme zwei Widderhörner; das rechte ist roth und silberngeschachtet, das linke golden. Siebmacher giebt dieses Wappen II.S. III. v. Meding beschreibt dasselbe I. No. 509. Nachrichten giebtv. Steinen, westphälische Geschichte, I. Theil, Tabelle 14. No. 2.
Marconnay, die Herren von.
Ein altadeliges vornehmes französisches Geschlecht, von demverschiedene Zweige sich zur Zeit der Religionsunruhen aus ihremVaterlande flüchteten, und in Deutschland, namentlich auch in denLanden Friedrich Wilhelm's, Kurfürsten von Brandenburg, eine Zu-flucht und Aufnahme fanden. — Ein Herr v. Marconnay, der in demInfanterieregimente v. Müllendorf zu Berlin stand, verliess im Jahre1800 eigenmächtig die preuss. Fahnen, und diente zuerst in demIsenburg'schen Corps, später trat er in die Dienste des Königs derNiederlande.
Mardefeld, die Freiherren von.
Mit dem Könige Gustav Adolph von Schweden kam ein geschick-ter Ingenieur-Offizier, Namens Konrad Maasberg, nach Deutschland,er stieg yon Stufe zu Stufe bis zur höchsten militärischen Würde.Im Jahre 1646 wurde er unter dem Namen von Mardefeld geadelt,und am 9. Juni 1677 in den Freiherrnstand erhoben. Er erwarb inPommern die Güter Vanselow, Plötz und Siedenbiissow, nnd starb im76. Jahre seines Alters. Sein Sohn war Axel Arwed v. Mardefeld,königl. schwedischer General en chef, und Oberst eines Infant.-Reg.Gustav, Freiherr v. Mardefeld, geb. 1664, war landgräfl. hessen-kas-selscher Geheimer Rath; er trat 1711 in derselben Eigenschaft in dieDienste des Königs Friedrich I. von Preussen, der ihn zum Kammer-herrn ernannte, und als Gesandten und bevollmächtigten Minister anden kaiserlichen Hof nach St. Petersburg schickte. Er vermittelte hiermit Thätigkeit und Gewandtheit die Friedens - Unterhandlungen mitSchweden und wurde dafür vom Czar mit dem Andreas - Orden, undvon seinem Monarchen, dem König Friedrich Wilhelm I., mit demschwarzen Adlerorden geschmückt. Auch hatte der König Friedrich I.schon am 15. Decbr. 1712 den Freiherrnstand desselben durch einDiplom anerkannt. Im Jahre 1720 erfolgte seine Ernennung zum wirk-lichen Geheimen Staats - Kriegs- und Cabinetsminister, auch zumPräsidenten der Kammer in Magdeburg. Es verzögerte sich jedoch
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