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Marek.
Adjutant, 1723 Prem.-Lieutenant, 1734 Hauptmann, 1743 Major,1744 Oberstlieutenant, 1746 Oberst und Commandeur des Regiments,1756 Generalmajor und Chef des Regiments v. Jeetz, 1758 aber Ge-nerallieutenant, und 1759 Ritter des schwarzen Adlerordens. ImJahre 1757 sah er in der Schlacht bei Prag den Generalfeldmar-schall Schwerin den Heldentod sterben; er nahm ihm die Fahneaus der Hand, und gab sie dem nächsten Junker, doch in demselbenAugenblick streckte auch diesen eine Kugel nieder. Trotz diesergrossen Gefahr bewies er bis ans Ende der Schlacht eine ausseror-dentliche Geistesgegenwart. Im Septbr. desselben Jahres ernannte ihnFriedrich der Grosse zum commandirenden General sämmtlicher preus-sischen Truppen in Pommern. Hier traf er mit vieler Umsicht sozweckmässige Anstalten, dass er den weit überlegnen Feind nichtnur in Schranken hielt, sondern ihn auch zurücktrieb. Als die Preus-sen in Anclam von den Schweden überfallen wurden, erhielt er so-gleich drei Wunden, worauf er als Gefangener fortgeführt wurde.Hier blieb er bis zum Friedensschlüsse. Nach der Auswechselungnahm er seiner vielfachen ehrenvollen Wunden und seines Alters we-gen seinen Abschied, und starb am 10. Juli 1778, in einem Greisen-alter von 82 Jahren, auf seinem Gute Collatz. Im Jahre 1806 standein Major v. M. im Regimente v. Tschepe, der im Jahre 1823 alsOberstlieutenant im Pensionsstande gestorben ist. — Im Regimente v.Prittwitz diente ein v. Manteufel; er wurde im Jahre 1809 als Ritt-meister bei der Cavallerie in Schlesien dimittirt, erhielt 1825 denCharakter als Major, und hatte sich im Erlebacher Thale den Mili-tair-Verdienstorden erworben. — Im Jahre 1815 starb der frühereOberst und Commandeur des 3. Musketierbataillons im Regiment v.Zenge. — Ein v. Manteufel, genannt Zögen, der früher im Regimentevacant v. Borcke stand, erwarb sich bei Ligny das eiserne Kreuz2. Cl., und ist gegenwärtig Major und Commandeur des 3. Bataillonsim 6. Landwehrregiment. — Im künigl. Civildienste steht jetzt HansKarl, Freiherr v. M., als Chef-Präsident des Oberlandesgerichts zuMagdeburg. Er ist mit Isabelle Johanne Wilhelmine, Grälin zu Ly-nar, früher verwittwet gewesene Grälin v. Wartensleben, vermählt;■— und der Landrath des Kreises Luckau, Freiherr v. M.
Die v. M. führen im silbernen Schilde einen rothen breiten Quer-balken, und auf dem gekrönten Helme zwei schwarze Adlerllügel.Die Helmdecken silbern und roth. Dieses Wappen giebt SiebmacherIII. S. 166. v. Meding beschreibt es II. No. 527. Nachrichten überdieses alte Geschlecht giebt Micräl. S. 501. Gauhe, I. S. 969 — 72.ICrohne, II. S. 306 — 317. und S. 441. u. f. Sinapius, I. S. 154.II. S. 145 — 147.
Marek, die Herren von.
Eine adelige Familie v. Marek, die zuweilen auch v. Margk ge-schrieben wird, gehört Pommern an. Sie ist im Biitowschen begütertgewesen, wo namentlich noch in den letzten Decennien des vorigenJahrhunderts Ludwig Wilhelm v. Marek einen Theil des Dorfes Modro(Modrzewo) besass.
Diese Familie führt in einem der Länge nach gespaltenen blauenSchilde, in dem rechten Felde eine rothe Rose, in dem linken Feldedrei über einander stehende goldene Sterne, und auf dem Helme ei-nen halben silbernen Mond.