Mansfcld.
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Hettste.lt, Polleben, Wiinmelbnrg, u. s. w. in Kursachsen, von demKurfürsten von Sachsen die Lehnsherrscliaft über die Herrschaft Loh-ra, nebst Zubehör, durch den letztern aber bekam Sachsen verschie-dene magdeburgische Lehne. Im lti. und 17. Jahrhunderte war diegrätliche Familie v. M. sehr zahlreich an Mitgliedern, und in meh-rere Linien zerfallend, in welche sich der ehemalige so reiche Besitzdes Hauses vertheilte. Im Jahre 1533 war zu diesem Zwecke die Graf-schaft in fünf Theile getheilt worden, von welchen die ältere Haupt-linie, auch die Vorderortische genannt, f- erhielt, das vierte Fiinf-theil besass die mittelortsche oder mittlere, und das fünfte Fünftheildie hinterorfsche oder jüngere Linie. Neben dieser grossen Vermeh-rung der Familie un rt dem Verluste der Reichsunmittelbarkeit drückteeine grosse Schuldenlast das grälliche Ilaus, welche bei der vorder-orfsehen Linie am Ende des Jahres 15(j9: 7,0(50,(1 !ti meissnische Gul-den betrug. Die drei Lehnsherren glaubten sich daher berechtigt,über die A der vorderortschen Linie 1570 die Sequestration zu füh-ren. Damals bestanden die i aus der Stadt Eisleben, mit dem Schlosseund der freien Strasse, der Stadt und dem alten Schlosse Hettste.lt,der Stadt und dem Amte Artern, dem Schlosse und Amte Arnstadt,dem Amte Vogtstädt, dem Schlosse und Amte Arnstein mit Eudorf,nebst Pertinenzien, dem Schlosse und Amte Heldrungen, dem AmteLeinungen, den Klöstern Wiederstädt und Walbeck, der Stadt unddem Amte Mansfeld, dem Amte Leimbach und Friedeburg, und denKlöstern Helfta, Gerbslädt und Polleben. Im Jahre 1598 wurde dashinterortsche Fünftheil auf Verlangen der Gläubiger schuldenhalberebenfalls zur Sequestration gezogen. Dasselbe Schicksal traf bald dar-auf auch das mittelorfsche Fünftheil. Diese Sequestration wurdetheilweise 1716, zum Theil aber auch erst 1780 bei dem Aussterbender Grafen v. M. aufgehoben. Durch das Erlöschen des Stammesfielen die kursächsischen und preuss. Antheile an die betreifenden bei-den Kronen. Im Jahre 1709 erhielt Heinrich Franz, Graf v. M.,Fürst von Fon.li, so genannt nach einem im Königreiche Neapel lie-genden ererbten Fürstenthume, eine Bestätigung der ihm im Jahre1691 ertheilten Reichsfürstenwürde, die auch auf seine Bruderssöhneund dessen Kinder übergegangen war. Das genannte FürstenthumFon.li wurde im Jahre 1751 von dem Fürsten Heinrich Paul Franz audas neapolitanische Haus Sangro abgetreten, und das ganze Haus er-losch am 31. März 1780 mit Joseph Johann Weitzel Nepamuh. Erwar am 12. September 1735 geboren, kaiserlicher wirklicher Käm-merer, Commerzienrath und Polizei-Assessor in Böhmen. Die Ge-mahlin dieses letzten v. M. war Elisabeth, Gräfin v. Regal. — Zuden berühmtesten Mitgliedern dieses alten Hauses gehörten Philipp,Graf v. M., kaiserl. Feldmarschall, und Heinrich Franz, Fürst zu M.und Fon.li, kaiserl. Feldmarschall, Hofkriegsrath-Präsident (starb1702). Er war der Urgrossvater des letzten v. M. Beide genannteFeldmarschälle waren Inhaber des Infanterieregiments No. 24., nach-mals v. Strauch. — In den kurfiirstl. brandenburgischen Dienstenstand Philipp Ernst, Graf v. M., Edler Herr zu Ileldrungen, der 1593am Tage Johannis Baptista vom Kurfürsten Johann Georg als Rathund Rittmeister über 400 reisige Pferde bestellt wurde. Er starbim Jahre 1632.
Die Grafen v. M. führten in einem Quartiere sechs silberne un.lrothe Balken, und sechs rothe Rauten, sodann einen silbernen Adlerim schwarzen Felde, und endlich einen goldenen gekrönten Löwenmit einem rothen und silbernen Schachbande überzogen, im blauenFelde. — Die Fürsten v. M. führten über diesem Wappen einenFiirstenhut. M. s. Gottfr. Hoffmann's Ehre des fürstl. und gräll. Hau-