343
Mansbach — Mansfcld.
mit zwei Pfauenschweifen geschmückt, der andere trag einen sitzen-den silbernen Schwan zwischen zwei schwarzen Adlerflügeln. — Einanderes griifl. Manderscheidsches Wappen ist ebenfalls quadrirt; dieFelder 1 und 4 sind wie im vorigen, in den Feldern 2 und 3 stehtder Lowe mit dem Turnierkragen. Das Ilerzschild zeigt im I. und
4. Felde den Löwen, im 2. und 3. Felde aber ein blaues Band mitsechs kleinen rothen Sternen umgeben. Das Hauptschild ist mit dreiHelmen bedeckt; der lste ist der Manderscheidsche mit dem rothenHute und den Pfauenschweifen, der mittlere zeigt einen sitzendenschwarzen Hund mit goldenen Flügeln und goldener Krone, der dritteaber einen rothen, mit Gold aufgeschlagenen Hut, den schwarzenLöwen mit dem Turnierkragen zwischen zwei Pfauenschweifen. DieDecken rechts rotli und golden, links schwarz und silbern. M. s. auchHartmann's Sammlung. Zedler's Universal-Lex. XIX. S. 915 — 22.Durchlaucht. Welt, 11. S. (378 — 80.
Mansbach (Manns-), die Herren von.
1) Ein altadeliges Geschlecht, welches in Franken, und na-mentlich in dem Ilittercanton Rhön und Werra ansässig und be-gütert war.
2) Ein altadeliges Geschlecht iu Hessen. — Mehrere v. M. ha-ben in preuss. Diensten gestanden. Ein Major v. Mansbach stand indem Regimente v. Manstein in Bromberg, und ist im Jahre 1813 ge-storben. Er gehörte dem Geschlecht v. M. in Franken an. — Indem Regimente v. Alvensleben stand im Jahre 1806 ein Lieutenant v.M., der in der Schlacht von Auerstädt schwer verwundet wurde undspäter in Sorge bei Meiningen lebte. — In dem Regiment v. Müllen-dorf stand im Jahre 1806 ein Fähnrich v. M., der im Jahre 1815 anehrenvollen, bei Belle-Alliance erhaltenen Wunden gestorben ist. —Gegenwärtig steht ein Capitain v. M. in dem Grenadierregiment Kai-ser Franz.
Siebmacher giebt I. S. 142. das Wappen der hessischen v. Mans-bach. Es ist ein durch Spitzenschnitte in acht Triangel getheiltes,auf der rechten Seite silbernes, auf der linken rothes Schild. Ausdem ungekrönten Helme wächst der Rumpf eines in Silber und Rothgekleideten Mannes mit spitziger, schwarzer Mütze. M. s. Gaulle I.
5. 969. Schannat, Client. Fuld. p. 129. Bucelini German. Sacra.
Mansfcld, die Fürsten und Grafen von.
Die Grafen v. Mansfeld, Mannsfeld, auch Mansfeld und Fondigeschrieben, gehören Thüringen an, und schrieben sich ursprünglichEdle Herren von Querfurt. Ihre Besitzungen waren früher reichsun-mittelbar, und sie wurden im Jahre 1437 das letztemal vom KaiserSigismund mit denselben belehnt. Doch ging diese Reichsunmittel-barkeit dem grällichen Hause nach und nach verloren, und mitGenehmhaltung Kaiser Friedrichs III. wurde der grösste Theil ihrerBesitzungen im Jahre 1466 zu Lehnen von Kursachsen, Magdeburgund Halberstadt. Diese neuen Lehnsherren, besonders Kursachsenund Magdeburg, erweiterten ihre Lehnsherrschaft von Zeit zu Zeitdurch die mit dem Doincapitel zu Halberstadt am 26. Octbr. 1573,und am 10. Juni 1579 zu Kisleben, unter dem Namen des magdebur-gischen Permutations-Rezesses, geschlossenen Verträge. Durch den er-sten erhielt Halberstadt gegen die Abtretung der Lehne von Eisleben,