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Liideritz.
dere Länder verbreitet. In der Kurmark sind Liideritz, Wittenmoor,Einwinket, Scliönwolke und Ottersburg, in der PriegnitzNackel undSeg-litz, in der Neumark KI. Mantel, im Lande Sternberg Frauendorf, inl'reussen aber Kl. Geruten, Friedrichshofen, Rothen, Werglienen11. s. w., alte Besitzungen dieses Geschlechts, die jedoch nur nocli theil-weise in den Händen der Familie sind. Im Fiirstenthume Zelle istdas Rittergut Holme ein altes Besitzthuin der v. L. — Im Jahre 1388war Conrad v. L. Abt zu Nienburg. — Arndt v. I,. war im Jahre 1169kurbrandenburgischer Voigt zu Tangermünde. Er steht als Zeuge ineinem Stiftungsbriefe des Klosters zum heiligen Geist in Stendal auf-geführt. — Andreas v. L., Abt zu Erfurt, starb im Jahre 1598. —Im Jahre 1716 war ein v. L. fiirstl. hessen-casselscher Minister ampreuss. Hofe.
In der prenss. Armee haben höhere Würden erlangt:
Friedrich Wilhelm v. L., der im Jahre 1689 Generalmajor von derInfanterie und im Jahre 1690 Commandant zu Cüstrin war.
Karl v. L., der als königlich preussischer Oberst im Jahre 1707blieb.
Jfans Erdmann v. L., der als Generalmajor von der Cavallerieund Erbherr auf Wittenmohr und F.inwinkel starb. Schon 1692 warer Major bei den Gensdarmen; 1708 Oberst, und nicht lange darauferhielt er seinen Abschied als Generalmajor. Sein Tod erfolgte imFebruar des Jahres 1732.
David I!ans Christoph v. L., geboren am 16. November 1699 zuNackel im Ruppinschen, trat 1715 bei den grossen Grenadieren zuPotsdam ein. Im Jahre 1723 wurde er in den Johanniterorden aufge-nommen, 1740 aber Major im Kürassierregimente Markgraf Friedrich.Als Oberstlieutenant ward er im Jahre 1743 zu dein Rragonerregi-mente, das zuletzt den Namen v. Katte führte, versetzt, und 1745zum Oberst und Commandern' desselben befördert. Er führte es mitder grössten Auszeichnung bei Kesselsdorf, wo es den grössten Theilder sächsischen Grenadiergarde niederhieb. 1752 wurde er General-major und Chef des Kürassierregiments Markgraf Friedrich. — Die-ses Regiment hatte in der Schlacht bei Lowositz ein starkes feindli-ches Kanonenfeuer auszuhalten, der General v. L. wurde durch eineKartätschenkugel getödtet, und, nach Beendigung der Schlacht, in denWeinbergen, zwischen denen dieser Kampf vorfiel, feierlich beerdigt.(M. s. Panth. des pr. Heeres, I. S. 364.)
Karl Ludwig v. L., ebenfalls zu Nackel geboren,- war 1738 Capi-tain im Leibregiinente des Königs Friedrich Wilhelm I., und wurde1740 als Oberstlieutenant zu dem von Weyherschen Garnisonbataillonversetzt, im Jahre 1747 aber zum Oberst und Chef des berliner Land-regiments ernannt. Sein Tod erfolgte am 29. Januar 1762 auf seinemGute Nackel.
Karl Ludwig v. L., ein Sohn des im Jahre 1751 verstorbenen kö-nigl. preuss. Oberforstmeisters des Herzogthums Magdeburg und Fiir-stentliuins Halberstadt v. L., trat im Jahre 1730 bei der Artillerieein , und durchlief nach und nach die subalternen Grade, bis er imJahre 1759 zum Major, 1761 zum Oberstlieutenant, 1765 zum Ober-sten und 1770 zum Chef des 2ten Artillerie - Regiments ernanntward.
Im Jahre 1806 dienten mehrere v. L. in der preussischen Armee,namentlich der Prem.-Lieutenant v. L. im Regiinente v. Tschammer,der dem Hause Liideritz bei Stendal angehörte, und der Fähnrichv. L. im Regiinente v. Winning, der gegenwärtig Capitain, Chef der5. Invaliden - Coinpagnie und Ritter des eisernen Kreuzes (erworben