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3 (1842) I - O
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Liibtow Lüderitz.

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Liibtow, die Herren von.

Das zum alten pommerschen Adel gehörige, jedoch auch in mehre-ren andern Provinzen, namentlich auch in Schlesien verbreitete Ge-schlecht der 7. Liibtow ist noch gegenwärtig in jener Provinz begütert.Iiis wurde in früheren Zeiten auch v. Lubetow und Liibetow genanntund geschrieben. Sein Stammhaus , das Dorf Liibtow mit drei adeli-gen Rittergütern, liegt nahe an der Ostsee im Lanenburgschen. Ge-genwärtig besitzt Eduard v. L. Labuhn, und Franz Matthias v. L.einen Antlieil von Gr. Liibtow, ein anderer v. L. einen Antheil vonKl. Liibtow. Eduard Ernst Albert Jakob v. L. ist im Besitze von Ster-benin im Kreise Lauenburg-Biitow. Hin Major v. L., aus Schle-sien, stand in dem Füsilierbataillon v. Erichsen in Breslau. Er warim Jahre 1814 Lazareth - Cominandant in Ratibor, und ist im Jahre1816 gestorben. Ein anderer v. I.. stand in dem Regimente vonMöllendorf zu Berlin, und ist im Jahre 1812 als Major a. D. gestor-ben. Ein dritter war Capitain im Regimente v. Renonard zu Halle,und lebt jetzt als Major im Pensionsstande. Ein vierter war Ca-pitain in dem Regimente v. Dierecke, und war zuletzt Major undKreisbrigadier bei der Gensdarmerie. Ein Capitain a. D. erwarbsicli das eiserne Kreuz 2. Cl. bei Leipzig. Ein Capitain v. L. im6. Infanterie-Regimente starb 1813 an ehrenvollen Wunden. Er hattefrüher in der ostpreuss. Füsilierbrigade gestanden. Ein Fräulein v. L.war 1836 Conventualin zu Kunow.

Die v. L. führen einen silbernen Querbalken im blauen Schilde,aus dessen unterm Felde, in dem sich drei sechseckige goldene Sternebefinden, ein wildes Schwein mit dem halben Leibe in das obereFeld springt. Auf dem Helme wiederholt sich dieses Bild zwischenzwei Biilfelhörnern, von denen das rechte oben blau, unten golden,das linke oben golden, unten blau ist, und aus deren jedem eine gol-dene Blume hervorgeht. Die Helmdecken sind blau und golden.

Lii decke, die Herren von.

Der König Friedrich I. erhob im Jahre 1704 seinen GeheimenRath und Stiftshauptmann zu Quedlinburg, Erbherrn auf Hohenthurmund Rosenfeld bei Halle, Dietrich Lüdecke, in den Adelstand. Dieserverdienstvolle Beamte war auch herzogl. braunschweig - wolfenbüttel-sclier Geheimer Rath und Kanzler. Er war am 8. Septbr. 1654 gebo-ren, und starb den 15. Novbr. 1729. Von seinen Nachkommen habenmehrere in der Armee gedient. Die Familie v. Lüdecke besass auchdas Gut Pustleben in der Grafschaft Hohenstein.

L üde mann, die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm III. erhob bei der Huldigung zuBreslau, am 6. Juli 1798, den Kriegs- und Domainenrath zu CUstrin,nachmaligen Kammerdirector Lüdemann in den Adelstand. Sein Sohnist der als Schriftsteller rühmlichst bekannte Geora Wilhelm v. L., geb.den 15. Mai 1796.

Liidcritz, die Freiherren und Herren von.

Sie gehören zu dem ältesten Adel der Mark Brandenburg, undhaben sich von da aus auch nach Preussen, Braunschweig und in an-