Lüskow — Lüttichau.
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bei Gross-Beeren). — Noch jetzt stehen ausserdem mehrere Offizieredieses Namens im Heere, wie der dem 8. Kiirassierregimente aggre-girte Rittmeister v. L., der Capitain v. L. im 39. Infanterieregimente,der Prem.-Lieutenant v. L. im 20., und die beiden Lieutenants v. L.im 6. Kiirassierregimente.
Die v. L. fuhren im silbernen, mit Gold eingefassten Schilde einenmit den Spitzen nach oben gekehrten rothen Anker. Auf dem Heiinewiedelholt sich derselbe, oben mit sieben Straussfedern geschmückt.Die Helmdecken sind silbern und roth. M. s. auch Brüggemann, I.Th.2s Hauptstück. Gauhe, I. S. 948. Angcli Annales March. S. 148.
Lüskow, die Herren von.
Das adelige Geschlecht dieses Namens war noch in der Mitte desvorigen Jahrhunderts in Pommern begütert; hier gehörten dieser Fa-milie die Güter Lüskow und Butzow, die alte Lehne des Hauses wa-ren und in der Nähe der Stadt Anklain liegen. Der Letzte seinesStammes in Pommern war Jnlwb All/recht v. Lüskow, königl. Haupt-mann, er hinterliess vier Töchter. Die Güter fielen in Concurs undwurden im Jahre 1773 einem von Schwerin zugeschlagen.
Lüttichau, die Grafen und Herren von.
Das alte vornehme Geschlecht der von Lüttichau oder Litichawstammt aus dem Markgrafthum Meissen. Hier sind die Güter Gross-und Kl. Kmehlen, Crausnitz, Mertenskirch, Ober- und Nieder-Ulbers-dorf, Bernstein, Falkenhayn, Voigtshayn, Noskowitz, Stauchitz, alteBesitzungen dieser Familie, die auch in der Oberlausitz Qber-Erd-mannsdorf und später in Preussen und Polen Güter besass. Der Kai-ser Joseph 11. erhob am ö. August 1769 den Ludwig Golllob v. L. inden Reichsgrafenstand. — In preuss. Diensten haben mehrere Nach-kommen desselben gedient. — Ein Graf v. L. stand als Kittmeisterin dem Regimente Gensdarmen zu Berlin ; er war im Jahre 18Itj ag-gregirter Rittmeister des 3. Husarenregiments, und trat in demselbenJahre mit Majorscharakter aus dem activen Dienste. Er ist Ritter deseisernen Kreuzes (erworben bei Wartenburg im Jahre 1813). Ein an-derer Graf v. Lüttichau, der in dem Regimente v. Möllendorf stand,starb 1824 als Capitain im 12. Infanterie-Regimente. — Gegenwär-tig stehen in der Armee: der Major Graf v. L. beim 4. Husarenregi-mente, Ritter des eisernen Kreuzes (erworben bei Haynau); ein Haupt-mann Graf v. L. im 8. Infanterie - Regimente; ein anderer Graf v. L.ist Hauptmann im 39. Infanterie-Regimente und Ritter des eisernenKreuzes (erworben 1814 in Frankreich). — Ein Lieutenant Graf v. L.steht bei dem 11. Infanterie-Regimente zu Breslau. — Ein Graf V.L.vermählte sich im Jahre 1836 mit der einzigen Tochter des FreiherrnKarl v. Hohberg auf Prausnitz und Hasel.
Das Wappen der Grafen v. L. besteht aus einem rothen Schilde,und zwei in demselben gegen einander gekehrten Sicheln mit golde-nen Heften, aus deren Rücken an drei verschiedenen Orten dreischwarze Hahnenfedern hervorragen. Das Schild ist mit einer gräfli-chen Krone bedeckt; auf dieser steht ein Helm, der die beiden Si-cheln trägt. Zu Schildhaltern sind zwei Leoparden mit Freiherren-kronen gewählt.