Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Lottuni.

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ursprünglichen Geschlechtsnamen beigefügt worden, und wenn dieheutigen Grafen im gewöhnlichen Sprachgebrauchs blos von Lottunigenannt werden, so wird doch bei allen Verhandlungen und bei jedemAct von Wichtigkeit der Doppelname gebraucht. Kin Enkel desersten Freiherrn v. Lottum, Philipp Karl, Freiherr v. Lottuni, wardam 20. Januar 1701 vom Kaiser Leopold I. mit seiner Nachkommen-schaft in den Grafenstand erhoben, und erhielt am 14. Juni desselbenJahres vom Könige Friedrich I. ein Anerkennungsdiplom.

Im prenss. Heere sind zu höhern und zu den höchsten Würdengelangt:

Der in den Grafenstand erhobene Philipp Karl, Graf v. Wylichund Lottum, der als preuss. General - Feldmarschall, Ritter desschwarzen Adlerordens, wirklicher Geheimer Kriegsrath, Oberpriisi-dent der cleve-märkischen Regierung und übrigen Collegien, Gou-verneur zu Wesel, Oberster eines Regiments zu Fuss, Drost derAemter Rees, Hetter und Iserlohn, Curator der Üniversität Duisburg,Bannerherr des Herzogthums Geldern, und der Grafschaft Ziitphen,Urbkämmerer des Herzogthums Cleve, Herr zu Iluet, Gronstein,Gribbenforst, Wald, Olfenberg u. s. w., starb. Kr war am 27. Au-gust 1650 geboren, und hatte sich schon in den Kriegen wider Frank-reich, am Rhein und in den Niederlanden Kriegsruhm erworben, alser 1688 zum Obersten, 1600 zum Generalmajor, und 1694 zum Ge-nerallieutenant, Chef eines Regiments zu Fuss, Gouverneur undOberliauptmann der Festung Spandau, im Jahre 1695 aber zum Ober-hofinarschall ernannt wurde. Im Jahre 1698 ward er Oberdirector derDomainen in allen kurfürstlichen Provinzen, 1702 erhielt er den Ober-befehl über die prenss. Truppen in holländischen Diensten, und er-oberte 1703 Rheinsberg und Geldern. Zum General der Infanterieward er 1704 befördert, und 1705 zum Obergouverneur der westphä-lischen Festungen. Im ganzen spanischen Krbfolgekriege zeichnete ersich rühmlichst aus, namentlich in der Schlacht bei Malplaquet, wo ernicht wenig zum Siege beitrug. Im Jahre 1713 ernannte ihn KönigFriedrich Wilhelm I. zum General - Feldmarschall. Sein Tod erfolgteam 14. Februar 1719. Kr war zweimal vermählt, mit Marie Do-rothea, Freiin v. Schwerin, aus dem Hause Alt-Landsberg, undnach deren Tode mit Albertine Charlotte, Freiin v. Qnadt-Wickeradzu Zoppenbruch. In erster Khe wurden ihm fünf Söhne und dreiTöchter, in zweiter Khe ein Sohn und vier Töchter geboren.

Johann Christoph, Reichsgraf von Wylich und Lottum, ein Sohnerster Khe des erwähnten General - Feldmarschalls, geboren den 9.Mai 1681, wurde im Jahre 1708 Oberstlieutenant im Regimente seinesVaters, 1714 Oberst im Regimente v. Schlabrendorf, 1718 Chef des-selben, und 1721 Generalmajor. Kr starb am 16. Octbr. 1727, undliegt zn fluet begraben. In seiner Khe mit Hermine AlexandrineFriederike Wilhelmine, Freiin v. Wittenhorst-Sonsfeld (starb am 17.April 1747), erzeugte er zwei Söhne.

Ludwig, Reichsgraf v. Wylich und Lottuin, ebenfalls ein Sohndes Generalfeldmarschalls, trat am linde des 17. Jahrhunderts inbrandenburgische Dienste, ward im Jahre 1708 Oberstlieutenant, 1714Oberst, 1717 Chef eines Kürassierregiments und 1721 Generalmajor.Sein Tod erfolgte am II. Juli 1729. Kr war mit Louise v. Wylich-Kervendonk vermählt, welche Khe aber kinderlos war.

Friedrich Wilhelm, Reichsgraf v. Wylich und Lottum, ein Sohndes genannten Johann Christoph, Reichsgrafen v. Wylich und Lottum,geboren am 18. März 1716, trat, 16 Jahre alt, in das Regiment v.Kröcher, und wohnte als Lieutenant den ersten scldesischen Feld-

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