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3 (1842) I - O
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Lottum.

zügen bei. Im Jahre 1747 erhielt er eine Compagnie, und 1753 einePräbende zu Magdeburg; 1757 ward er Major, 1758 Oberstlieutenant,und noch in demselben Jahre Oberst, im Jahre 1767 Generalmajor,und 1763 Chef des Regiments, welches sich der russische KaiserPeter III. gewählt hatte. Im Jahre 1764 ernannte ihn Friedrich II.zum Coinmandanten von Berlin, zugleich -erhielt er auch den Ritter-schlag zu Sonnenburg. 1765 ward er zum Amtshauptmann von Span-dau ernannt, und 1766 erhielt er das Lehn Gotteswykersham imCleveschen. Sein Tod erfolgte am 17. Decbr. 1774. Er verband mitTapferkeit undMuth die feinsten Hofsitten, und war ein eben so guterSoldat, als Ilofmann. Von seinen Söhnen ist Graf Karl FriedrichHeinrich von AVylich und Lottum, General der Cavallerie, und Staats-minister (m. s. unten), und Graf Kurl Friedrich Johann Gustav warKanzler des Johanniterordens, und königl. Kammerherr. Er starbam 1. März 1828. Die Nachkommen desselben s. m. unten.

Friedrich Albrecht Karl Hermann, Reichsgraf zu AVylich und Lot-tum, ein jüngerer Bruder des Grafen Fried. Willi., geb. den 20. April1720 zu Anclam, trat nach einer sorgfältigen Erziehung im Jahre 1737 indas später v. Görtz'sche, früher v. Seidlitz'sche Kürassierregiment,avancirte in demselben 1755 zum Stabs-, 1756 zum wirklichen Capi-tain, 1758 zum Major, 1763 zum Commandeur des Regiments, 1769zum Oberstlieutenant, und 1772 zum Obersten. Im Jahre 1774 warder Chef des erledigten Dragonerregiments v. Zastrow, 1777 General-major, und 1787 Generallieutenant. Er wurde im Jahre 1791 mitdem schwarzen Adlerorden geschmückt, trat im Jahre 1795 we-gen seines hohen Alters mit dem Charakter eines Generals von derCavallerie in den verdienten Ruhestand, und ist am 3. März 1797gestorben. Sein Regiment erhielt nach ihm der Prinz Ludwig vonPreussen, und nach dessen Tode der Herzog Max von Pfalz -Zweibrücken, nachmaliger König von Baiern, und es besteht noch ge-genwärtig unter dein Namen des 1. Dragonerregiments. Von 1740 anwohnte er allen Feldzügen Friedrichs des Grossen mit Ruhm undAuszeichnung bei; 1757 war er bei Breslau von den Oesterreicherngefangen, jedoch schon im folgenden Jahre ausgewechselt worden.Als Anerkennung seiner militairischen Kenntnisse ertheilte ihm seinMonarch 1753 eine Domherrnstelle zu Halberstadt, und 1758 fürseine in der Schlacht bei Zorndorf bewiesene Tapferkeit den Ordenpour le merite. Er war mit der Tochter des Landraths Alexanderv. Schlichting vermählt, in welcher Ehe er mehrere Söhne und Töch-ter erzeugte.

Heinrich Christoph Karl Hermann, Reichsgraf v. AVylich und Lot-tum, ein Sohn des Vorigen , geboren am 8. Januar 1773 zu Cleve,trat im Jahre 1786, 13 Jahre alt, in das Dragoner-Regiment, wel-ches den Namen seines Vaters führte. In demselben avancirte er 1787zum Fähnrich, 1788 zum Seconde-Lieutenant, 1798 zum Prem.-Lieu-tenant, 1803 zum Capitain, 1808 zum Major, 1813 zum Oberstlieute-nant und in demselben Jahre zum Obersten. Als Commandeur des-selben in den Feldzügen von 1813 und 14 erntete er bei mehrerenGelegenheiten Ehre und Ruhm ein. AVährend des Feldzuges 1814 inden Niederlanden ward er zum Militair - Gouverneur von Brabantund Flandern ernannt. 1815 befehligte er eine Cavallerie-Brigadebeim 3. Armeecorps. Nach dem Friedensschlüsse wurde er Inspecteurder Landwehr im Regierungsbezirke Arnsberg, vertauschte aber dieseAnstellung 1816 mit dem Coinmando der 2. Artilleriebrigade in Dan-zig, ward daselbst 1817 Generalmajor, 1823 Commandeur der 1. Di-vision in Königsberg und 1829 Generallieutenant. Zu Finde Novem-bers des letztgenannten Jahres berief ihn Se. Majestät zum Com-