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3 (1842) I - O
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Luttum.

dem Zusatz: im Lauenburg'schen, bezeichnet; aber weder Abel, imRittersaal, noch v. Gundling führt den Grundbesitz dieser Familie an,Dieses adelige Geschlecht scheint sehr schwach an Mitgliedern zusein. Uns sind nur folgende bekannt geworden:

Der General-Lieutenant a. D. von Lostin, der im Jahre 1806ältester Major im Infant.- Regimente v. MiilHing, Commandeur einesGrenadier-Bataillon, und zuletzt Chef der 4. Brigade war, im Jahre1815 aber als General - Lieutenant in den Pensionsstand trat. DieserGeneral steht in dem wohlverdienten Rufe, bei allen Gelegenheitengrosse Entschlossenheit und unerschütterliche Tapferkeit bewiesen zuhaben. Kr gehört zu der Zahl derjenigen Männer, die in der Zeitdes Unglückes, wie in der der Erhebung des Vaterlandes, nicht vomKampfplatze gewichen sind. In dem Treffen bei Canth (1807) führteer die Infanterie des schwachen Corps, das von Glaz aus den Ver-such machte, den zahlreichen Feinden den Besitz von Schlesien strei-tig zu machen; er erwarb sich hier den Verdienstorden, dessenSchmuck mit Eichenlaub sicli sein Heldenmuth auf dem Schlachtfeldevon Belle-Alliance gewann. Für seinen ruhmvollen Antheil an derSchlacht bei Leipzig schmückt ihn das eiserne Kreuz 1. Classe. Erlebt jetzt in Neisse, und ist, so viel uns bekannt ist, unvermählt.

Ein jüngerer Bruder desselben, früher Capitain im Regimente v.Müffling, starb 18*26. Ein dritter v. Lostin, früher im Regimente v.Puttkammer zu Brandenburg, starb 18*20 als Major; er hatte zuletztim 32. Garnison-Bataillon gestanden. Diese Familie führt im blauenSchilde einen goldenen sechseckigen Stern, über einem wachsenden,mit den Spitzen nach ohen gekehrten silbernen Monde. Dieses Bildwiederholt sich auf dem Helme. Die Decken blau und silbern.

Lot tu m, tlie Grafen von Wylich und.

Das uralte Geschlecht der v. Wylich, Bylich, Wylack, Wylleck,Wylick , Walach und Walack geschrieben, gehört dem Niederrheinund Westphalen an. Der wirkliche Stammherr desselben ist Petervon und zu Wylich, der im Jahre 1446 Erblandhofmeister des Her-zogthums Cleve war. Seine Gemahlin war Hille v. Hessen, eineTochter des Landhofmeisters Arnold von Hessen, wodurch dieseWürde an die Familie kam. Als ältestes Besitzthum dieses vornehmenHauses wird Diesfort genannt; später erwarb es bedeutende Güterund Herrschaften, namentlich Kosaw, Kervendonk, Düringen, Pröb-sting, Selein, Huet, Lottuin, Gribbenforst, Winnenthal, u. s. w.Nach und nach zerfiel das Haus in mehrere Linien, als in die vonWylich - Rosaw , Wylich - Huet- Lottum , Wylich - Pröbsting - Winnen-thal, Wylich-Winnenthal. Da die übrigen Linien nicht in diesenArtikel gehören, so verweisen wir auf den v. Wylich, und behaltennur die v. Wylich - Huet-Lottum im Auge. Lottum ist der Nameeiner Herrlichkeit in dem ehemaligen, zum Herzogthume Geldern ge-hörigen Amte Kessel. Der Stifter dieser Linie ist Otto v. W. zuHuet, ein Enkel des Ahnherrn Peter v. W. Er war mit LielfertaSchenkin v. Niedegg vermählt. Sein Sohn, Otto II. v. W., Herrzu Huet, zeugte mit Elisabeth v. Büderich, Erbtochter von Gron-stein, vier Kinder. Des letztern Sohn, Otto Christoph v. \V.,Herr zu Huet, Gronstein und Gribbenfort, erwarb die Herrschaft Lot-tum. Johann Christoph v. W. ward vom Erzherzog Albert vonOesterreich im Jahre 1608 zum Freiherrn von Lottum erhoben, undsein Wappen vermehrt. Es ist demnach der Name Lottuin nur dem