Löben.
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denbnrgische Dienste und gelangte in denselben zur Würde eineswirkl. Geheimen Raths und Kanzlers des Kurfürsten Joachim Friedrich,der ein unbeschreibliches Vertrauen auf seine Redlichkeit und autseine Kenntnisse im Staatsdienste setzte. Kr verlor aber dieses An-sehen unter dem Kurfürsten Johann Sigismund und wurde im Jahre1609 seiner Dienste entlassen. Nacli zwanzig Jahren rief man ihnzwar zurück in den Geheimen Rath, jedoch nicht als Kanzler. Krstarb am 22. Juli 1636. Er war Besitzer der schönen Güter Blum-berg, Dahvitz und Falkenberg bei Berlin, auch gehörte ihm Bölen-dorf. — Johann Friedrich Freiherr v. L., geb. am 27. Febr. 159 r> ,wurde nach sorgfältigen Studien und grossen Reisen durch alle Län-der Europas im Jahre 1623 knrsächsischer Oberamtsverweser der Nie-derlausitz, 1630 Landrichter dieser Provinz; im Jahre 1632 trat er indie Dienste des Kurfürsten Georg Wilhelm, der ihn zum Oberhaupt-mann und Verweser der Herzogthümer Crossen und Ziillichau bestellteund zu vielen Gesandtschaften nach Regensburg, Nürnberg und Wienbrauchte. Er empting im Namen des Kurfürsten im Jahre 1642 diebrandenburgischen Reichs- und die böhm. Lehne, bei welcher Gele-genheit ihn der Kaiser in den Reichsfreiherrenstand erhob. Zugleichernannte ihn sein Kurfürst zum wirkl. Geheimen Rath. Er vermit-telte im Jahre 1643 den Frieden zu Kopenhagen und wurde in denAngelegenheiten der Königin Marie Eleonore von Schweden, Gemah-lin Gustav Adolphs und Tochter des Kurfürsten Johann Sigismundvon Brandenburg, so wie der Wittwe des Kurfürsten Georg Wilhelm,gebraucht. Er war auch brandenburgischer Bevollmächtigter bei denFriedenstractaten zu Osnabrück und Münster; eben so war er kur-fiirstl. Cornmissarius bei der Vermählung des Fürsten Ragotzi zu Cros-sen im Jahre 1651, auch bei der Wahl des neuen Heirenmeisters inSonnenbnrg, wo er zum Johanniterritter geschlagen wurde. In denfolgenden Jahren ward er von Neuem zu verschiedenen Gesandtschaf-ten gebraucht, er erhielt im Jahre 1660 die Cointhurei zu Lagow,und starb am 16. Mai 1667.
Im Jahre 1724 kommt Curd Hildchrand Reichslreiherr v. L., vor,der im Magdeburgischen ansässig war. Hin und wieder linden wirauch das Geschlecht v. Löbe geschrieben, namentlich bei dem untennäher erwähnten Wappen, was auch Siebmacher mit dem Namen v.Lühe bezeichnet. — Sehr zahlreich sind die Mitglieder dieser Fami-lie , die in den Johanniterorden aufgenommen wurden. Namentlichwaren zu Sonnenburg zu Rittern gesclilagen worden:
Johann Friedrich Freiherr v. Löben (Commendator) am 10.
Decbr. 1652.
Maximilian Freiherr v. L. (Commendator) am 11. Sept. 1658.
Friedrich Wilhelm Freiherr v. L. am 7. April 1728.
Heinrich Ollo Freiherr v. L. am 7. April 1728.
Wolf Christoph Freiherr v. L. am 16. August 1731.
Friedrich Adolph Freiherr v. L. am 26. Februar 1737.
Von der grällichen Linie lebt gegenwärtig: der Graf Albrecht, ge-boren den 29. April 1800, früher Amtshauptmann im meissnischenKreise des Königreichs Sachsen, Herr auf Nieder-Riidelsdorf undOber-Gerlachsheim bei Görlitz. Er ist seit dem 26. August 1828 mitMaria, Grälin Lippe- Weissenfeid, geb. den 10. Juni 1810, vermählt.
Ein Bruder desselben war der vor einigen Jahren zu Dresden ver-storbene Dichter Graf v. L. Seine Gemahlin, eine Gräiin v. Dressier,ist ihm bald im Tode gefolgt.
In der brandenburgischen und preuss. Armee kommen folgendeMitglieder dieser Familie vor: