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Löben.
Christoph v. Löbell, Freiherr v. Gremberg und Treissdorf, bekleideteum das Jahr 1650 die Würde eines kaiserl. Kriegsrathes, Generalma-jors und Stadt-Obersten der Haupt- und Residenzstadt Wien. — Inder preuss. Armee sind zwei Brüder v. Löbell zu hohen Würden ge-langt. Oer ältere Bruder war 18013 Hauptmann in dem Infant.-Regim.v. Courbiere; er commandirte 1828 die 16. Landwehr-Brigade in Trierund ist gegenwärtig General-Lieutenant a. D. Kr erwarb sich im J.1812 den Militair-Verdienstorden bei Gräfenthal in Kurland, und imJahre 1814 wurde demselben der Schmuck des Eichenlaubes für denrühmlichen Antheil an dem Gefecht bei Meaux hinzugefügt. Bei Leip-zig hatte dieser tapfere General das eiserne Kreitz 1. Blasse erwor-ben. Der jüngere Bruder, der 1806 als Prem.-Lieutenant und Adju-tant im Kürassier-Regimente y. Quitzow stand, ist der gegenwärtigeGeneral-Lieutenant, Commandern' der 8. Division, 1. Commandant vonErfurt, Ritter des eisernen Kreuzes 1. Classe (erworben bei Leipzig)n. s. w. von Löbell. — Kin Major v. Löbell, früher in der ostpreuss.Füsilier-Brigade, zuletzt Major im 3. Infant.-Regimente, erwarb sichin Danzig 1807 den Militair-Verdienstorden und bei Coulommiers inFrankreich (1814) das eiserne Kreuz.
Löben, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Dieses Geschlecht wird zu dem ältesten und angesehensten Adelin Sachsen, Schlesien, der Mark Brandenburg und in Böhmen gezählt.Aeste von demselben haben die freiherrliche, und einer die gräflicheWürde erlangt. Die freiherrliche Würde brachte Johann Friedrich v.L , den wir unten näher erwähnen werden, 1642 an sein Haus, unddie grälliche erwarb Odo Ferdinand Freiherr v. L., kursächsischerGeheimer Rath und Conferenzminister, im Jahre 1790. — Als Stamm-güter des Hauses werden Drehno und Nickern im Crossenschen, ICIein-llosen iin Striegauschen, Kontopp im Glogauschen, Ziebingen undPalzig in der Mark u. s. w. aufgeführt. Auch Kurtschau, Schönfeldund Mertzdorf im Crossenschen, Blumberg, Dalwitz und Falkenbergbei Berlin waren Besitzungen der v. L. In der Lausitz war Schön-berg eins ihrer Hauptgüter, in Böhmen waren sie im Prachiner Kreiseansässig, und schrieben sich hier nach ihrem Rittersitze v. Löben-Rozniital und Blatna, nach Anderen nannten sie sich hier nicht Löben,sondern Low. Daniel host, welcher sich im Jahre 723, wie die Fa-miliensage erzählt, auf Leben und Tod mit einer afrikanischen Köni-gin in ein Schachspiel eingelassen hatte, soll sein Spiel gewonnenund dabei durch seine ritterliche Tapferkeit in den gegen die Ungläu-bigen geführten Kriegen den Namen Löwen oder Löben erhalten ha-ben. So erklärt man die Ableitung des Namens, wie die Bedeutungdes Wappenbildes, die wir bei demselben näher zu erwähnen Gele-genheit haben werden. In Schlesien soll ein Zweig dieses Hauses dasStädtchen Löwen, jetzt der grällichen Familie v. Stosch gehörig, er-baut haben. Mehrere Ritter aus diesem Geschlechte blieben in derTar-tarenschlacht bei Liegnitz.
Melchior v. Löben, in der Mitte des 15. Jahrhunderts, war Ge-neral der schlesischen Fürsten und Stände im Feldzuge wider die Po-len. Er besass ansehnliche Güter im Lande Crossen und war einAhnherr der Freiherren v. L., auf Schmachtenhagen und Schönfeld.Auch sollen die Häuser Drehno und Nickern von ihm abgestammthaben. — Heinrich v. Löben war im Jahre 1625 fürstl. BriegscherRath und Hofmarschall. — Johann v. L. trat im Jahre 1587 in bran-