Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Lijbell.

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jüngerer Bruder des Franz Karl Christoph, war mit Anna Maria TheresiaFreiin zu Winkelhausen, einer Schwester des Freiherrn Philipp Wil-helm Johann v. Winkelhausen, mit dessen Sohn Franz Karl Grafen v.Winkelhausen dieses Geschlecht im Mannsstamme erlosch, vermählt.Durch einen Familien-Vertrag wurde daher bestimmt, dass die zweiteLinie der Freiherren v. Loe das Wappen nnd den Namen der Grafenv. Winkelhausen mit dem ihrigen vereinigen, und sich Freiherren v.Loe, Grafen v. Winkelhansen schreiben sollte. (M. s. den Artikel Win-kelhausen.) Dieser setzte seinen Neffen, den Freilierrn Gerhard An-ton Edmund Assvems v. Loe, der vor der französischen Revolutionkönigl. preuss. Major und Amtmann zu Miselve war, 1804 Staats] athund Ritter der Ehrenlegion, 1806 aber Senator, Grosskreuz des Re-unions-Ordens, und im Jahre 1808 den 6. Juni in den Grafenstand er-hoben wurde, zum Universalerben ein. Da der gedachte Graf v. Loekein Majorat gestiftet hatte, so zog es die, Familie vor, den allendeutschen Freiherrntitel beizubehalten und den Grafenstand aufzuge-ben. Von den Geschwistern des Grafen war Franz Anton Domherrund Archidiakonus zu Lüttich, Karl Maltheserordensritter und Ritt-meister in kurpfälzischen Diensten, Ludwig Anton Johanniterritter,Comthur zu Rothweil und königl. baierscher Kammerherr, ClemensDomcapitular zu Münster und Hildesheim, Johann Wilhelm Maltheser-ritter, Comthur zu Welheim, königl. baierscher Oberst und Kammer-herr und Johann Adolph in französischen Diensten. Der erwähuteGraf hatte zehn Kinder. Ein Sohn desselben, Maximilian , Freiherrv. Loe, ist seit dem Jahre 1823 königl. preuss. Kammerherr.

Das Wappen der Freiherren v. Loe zeigt im silbernen Schilde ei-nen schwarzen Kesselhaken in Gestalt eines Hufeisens. Derselbe istan den beiden untern Spitzen doppelt sechsmal widergehakt. DerHelm ist mit einer Wulst umwunden, aus welcher drei Paar silberneund schwarze, abwechselnd über einander liegende Straussfedern hervor-kommen; über jedem Paar Straussfedern ist der beschriebene Kessel-haken schwebend dargestellt.

Das Wappen der Freiherrn v. Loe, Grafen v. Winkelhausen, be-stand in einem quadrirten Schilde, welches mit einem Herzschildeversehen war. Das letztere zeigte das Stammwappen der v. Loe,nämlich den Kesselhaken in Silber. Im I. und 4. silbernen Felde desHauptschildes war ein schwarzes Theer-Kranz-Eisen, im 2. und 3.rothen Felde ein rechts aufgerichteter Hase dargestellt. Dieses Schildtrug drei gekrönte Helme, von denen der mittelste den Schmuck derv. Loe zeigte, auf dem rechten Helme zeigte sich zwischen einemschwarzen und einem silbernen Adlerflügel das v. WinkelhausenscheWappen, nämlich das schwarze Theerkranz-Eisen im silbernen Schildeaus dem linken Helme wächst ein Hase. Die Helmdecken rechtsschwarz und silbern, links roth und golden. Zu Schildhaltern warenzwei goldene Greife gewählt.

Nachrichten über das alte freiherrliche Geschlecht der v. Loe fin-det man in Robens, II. S. 18 u. s. f. Reimanni, histor. lit. genealog.Sect. II. p. 98. Zedlers Universal-Lexic. XVIII. S. 149,

Löbell, die Herren von.

Die theils adelige, theils freiherrliche Familie v. Löbell soll ausdem Elsass nach Schwaben und Oesterreich gekommen sein. Hierschrieben sich die Freiherren dieses Namens v. Löbell, Freiherrenv. Greinburg und Treissdorf. Johann v. Löbell, Freiherr v. Grein-burg, war kaiserl. Rath und Obermünzmeister; sein Urenkel, Hans