Loder.
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S. 118.) M. s. auch Karl v. Simmern, Beschreibung von Pommern.Gauhe, II. B. S. 643. und Hupefs Materialien 1789. S. 187.
Loder, die Herren von.
Se. Majestät, der jetzt regierende König, erhob am 27. Novbr.1809 den Geheimen Rath und Dr. der Medicin, Ferdinand Christianv. Loder, in den Adelstand. Er starb am 16. April 1832 zu Moskauals kaiserlich russischer wirklicher Staatsrath, Leibarzt des Kaiserazu Moskau, Ritter des Set. Wladimir- und des Set. Annenordens,Präsident des Kirchenraths der evangelischen Gemeinde zu Set. Mi-chael in Moskau und der zu derselben gehörigen Schule, Mitgliedder kaiserl. Gesetzcommission und der moskauischen Ritterschaft, auchdes medicinischen Reichscollegiums und der Akademieen der Wissen-schaften und gelehrten Gesellschaften zu Set. Petersburg, Berlin,Paris, Göttingen, Wien, Padua, Zürich, Erlangen, Hanau, Jena,Halle, Wilna, Moskau, und Ehrenmitglied der kaiserlichen Univer-sität zu Moskau. Folgende interessante Notizen aus dem Leben die-ses berühmten Mannes dürften hier an ihrer Stelle sein.
Er war 1753 zu Riga geboren. Sein Vater, Pastor und Consi-storialassessor daselbst, war aus Franken, seine Mutter, eine geborneCappel, aus Lielland. Nachdem er das kaiserliche Lyceum zu Rigavon 1769 bis 1773 besucht hatte, studirte er in Göttingen Medicin.1778 am Stiftungstage der Universität, promovirte er als Doctor derMedicin und Chirurgie, und trat darauf die ihm angetragene Stelleals ordentlicher Professor in der medicinischen Facultät zu Jena an.Auf einer zweijährigen Reise (1780 fg.) nach Frankreich, Hollandund England machte er in Holland mit Camper, Sandsfort, Bonnund Lyonet Bekanntschaft, eben so wie er auch zu Paris mit Desault(in dessen Hause er 3 Monate wohnte, um sich unter seiner An-leitung in chirurgischen Operationen zu üben), Louis, d'Azyr,Daubenton, Franklin, Portal, Baudelocque (bei welchem er einenCursus über die Operationen der Geburtshiilfe hörte) in nähere Be-rührung kam. In Rouen übte er sich vier Monate lang im grossenMilitairhospital unter David in der chirurgischen Praxis. In London,wo er 5 Monate zubrachte, besuchte er die anatomischen Vorlesungenvon Will. Hanter, bis zu dessen Tode, und beschäftigte sich vorzüg-lich in dessen Museum; auch hatte er öfteren Umgang mit Banks,Schieden, und mehreren anderen. 1782 kam er nach Jena zurück,errichtete daselbst ein neues anatomisches Theater, auch eine Ent-bindungsanstalt, bei welcher Stark der Aeltere ihn unterstützte, undein Naturalien-Kabinet, bei welchem er Lenz zum Gehülfen hatte;auch gründete er ein medicinisch - chirurgisches Klinicum, woranHufeland, Himly, Succow und Bernstein Antheil nahmen. 1782 warder Geheimer Hofrath und Leibarzt des Herzogs von Weimar, undPhysikus der Stadt und des Kreises von Jena; lehrte Anatomie, Phy-siologie, Chirurgie, Entbindungskunst, medicinische Anthropologie,gerichtliche Arzneikunde und Naturgeschichte, hielt ein lateinischesDisputatorium und ertheilte den Hebammen Unterricht. 1803 trat erals Geheimer Rath in preussische Dienste und ward als ordent-licher Professor der Medicin zu Halle angestellt. Daselbst errichteteer eine chirurgische Krankenanstalt, bei welcher Bernstein sein Ge-hülfe war, und lehrte Anatomie, Physiologie, Chirurgie, Entbindungs-kunst und gerichtliche Medicin. Nachdem nun Halle, während eineReise nach seinem Vaterlande (1806) ihn von hier entfernt hatte, andas Königreich Westphalen gefallen war,,schlug er den Antrag, in