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3 (1842) I - O
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Lockstaedt — Loden.

Schilde einen schwarzen aufrecht stellenden Bären, und auf demHelme zwei gestürzte Bärentatzen. Helmdecken blau und silbern.Dieses Geschlecht erwähnt Gauhe I. S. 922. u. f. Grosser, Laus.Merkw. III. S. 38. Sinap. II. S. 78ö.

Zu den angesehenen Geschlechtern und zu dem alten Adel derProvinz Pommern gehören die v. Lockstaedt (auch Lockstedt undLochstädt). Sie sollen, nach einigen Autoren, in früheren ZeitenSchlossgesessene zu Woldenburg gewesen sein. Die Güter Kl. Lei-stikow, ein Theil von Gr. Sabow, und ein Theil von Maskow sindseit 400 Jahren Lehne der Familie; denn Henning v. L. erkaufte sieim Jahre 1430 von den Grafen v. Eberstein; eben so besass sie hierauch das Dorf Hindenburg bei Naugardt. Namentlich war der MajorAdolph Heinrich v. L. Erbe dieser vereinigten Güter. Nach seinemTode Helen sie im Jahre 1765 an seine drei Söhne. Der HauptmannChristoph Heinrich v. L. erhielt Maskow, Karl Friedrich v. L. Hinden-burg , Johann Adolph v. L. Kl. Leistikow und den Theil an Gr. Sa-bow. Der zuerst genannte der Brüder starb kinderlos, und der jüng-ste, Johann Adolph v. L., wurde Erbe von Maskow. Der genannteKarl Friedrich v. L. hatte einen Sohn, Philipp, der das Gut Hinden-burg erbte. Ein Theil dieser Güter ist noch gegenwärtig in denHänden der Familie. Auch besitzt gegenwärtig der Landschaftsde-putirte Ferdinand v. L. zugleich den Kittersitz Carow bei Regen-walde und Labes. Dieses Gut hat die verwittwete v. L., geborne v.Weyher, dem Sohne ihrer Stieftochter, Philipp Friedrich v. L., ver-macht, der auch nach dem am 14. Januar 1778 getrolfenen Vergleichedavon Besitz nahm. — Auch in Preussen, namentlich in der Gegendvon Tilsit, ist ein Zweig dieser Familie zu Hause. — Eduard v.Lockstädt starb am 10. Januar 1833 als Oberlandesgerichtsrath zulnsterburg. Im 1. Husarenregiment stand bis zum Jahre 1812 einMajor v. L., der früher im Husarenregiment v. Prittwitz gedienthatte. Er trat als Oberstlieutenant in den Pensionsstand und ist imJahre 1819 gestorben.

Die v. L. führen ein aus einem schräglinken blauen und silber-nen Schach von der Linken zur Rechten hervorspringendes silbernesEinhorn im rothen Felde und auf dem Helme. Helmdecken blau undsilbern. M. s. genealogische Beschreibung des hochadeligen Ge-schlechtes von Lockstädt in Pommern , 1744. 4. B. M. s. Brügge-mann, Beschreibung d. Herz. Pommerns.

Ein altes, einst sehr reiches Geschlecht in Pommern, das dieGüter Gnst, Gramenz u. s. w., auch pfandweise mehrere Jahre hin-durch die Stadt Bnblitz besass. Caspar v. Loden, Herr zu Gust,erhielt die eben genannte Stadt im Jahre 1445 als Pfand von deinBischof zu Cainin, Ludwig Graf v. Eberstein, er trat sie 1449 wiederab (Brüggemann 2ter Th. 2ter Bd. S. 630.). — Simon v. Lodenwurde von den Colbergern im Jahre 1512 gefangen genommen, undals Raubritter und Wegelagerer hingerichtet (Wutstrack, Beschreibungvon Pommern S. 602.). Einige Jahre später ereilte seinen Vetter,Curt von Loden zu Stettin, dasselbe Schicksal (Wutstrack a. a. O.

Lockstaedt, die Herren von.

Loden (de), die Herren von.