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3 (1842) I - O
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Lochau.

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leistete. Im Jahre 1814 war er Commandeur in der 2. Brigade und1815 der 2. Brigade im 6. Armeecorps. Ausser mehreren fremdenOrden war er mit dem Orden pour le merite, und dem eisernenKreuze t. Classe geschmückt worden, wozu sich nocli später derrothe Adlerorden 2. Classe gesellte. Nach dem zweiten Pariser Frie-den ward er Generalmajor, Brigadier zu Magdeburg, 1816 Divisions -Commandeur und Commandant dieser Festung. Kr starb am 14.März 1821 auf seinem Gute Alt-Krakelitz in der Altmark. Hin Bru-der desselben stand im Jahre 1806 in dem Regiment v. Winning zuBerlin und ist im Jahre 1820 als Major und Kreis-Brigadier bei derGensdannerie ausgeschieden.

Lochau (ow), die Herren von.

Man hält dafür, dass das Schloss und Städtchen Annaburg, imRegierungsbezirke Merseburg gelegen, das früher, wie bekannt, Lo-chau hiess, das Stammhaus dieser altadeligen Familie ist. Sie hatsich von da in der Niederlausitz, im Magdeburgischen und in denMarken verbreitet. In der Grafschaft Ruppin ist der Rittersitz Dretzein altes Besitzthum dieser Familie, in der Niederlausitz aber dasGut Tschorne, und im Magdeburgischen Belleben. Mit dem deutschenOrden ist sie nach Liefland und Preussen gekommen. Schon 1161wurde Bcrthold v. Lochau, früher Abt zu Bremen, und Bischof inLielland. Kr verbreitete mit Feuer und Schwert die christlicheLehre in jener Landschalt, kam aber in einem Treffen im Jahre1106 um. Noch früher, iin Jahre 1130, kommt Burchnrd v. L.als des Kaisers Lothar Geheimer Rath und Statthalter in Frieslandvor. Er wurde von einem Grafen v. Winzenburg im Zweikampfe ge-todtet. Am Anfange des 14. Jahrhunderts war Peler v. L. Land-voigt in der Oberlausitz. Friedrich v. L. war des MarkgrafenLudwig zu Brandenburg Hauptmann. Er vertheidigte die Stadt Lü-beck gegen die Grafen v. Holstein. Martin v. L., Dr. und Pro-fessor der Theologie und des Cisterzienserordens General-Commis-sarius, starb im Jahre 1522 als Abt zu Zelle in Sachsen. Er hatteeine vortreffliche Bibliothek gesammelt, die nach seinem Tode derUniversität Leipzig zu Theil wurde. (M. s. Scldegelii Tr. de Zellaveter. p. 110.). Ludwin v * L. war um das Jahr 1596 Domdechantund Tliesaurarius zu Magdeburg, auch Dompropst zu Brandenburg.Im preuss. Heere haben viele Edelleute aus diesem Hause gedient,und noch in der Gegenwart dienen mehrere in demselben. ImJahre 1806 stand in dem Regimente Prinz v. Oranien zu Berlin einCapitain von der Lochau, ein Anderer in dem Regiment von Win-ning. Ein Lieutenant v. Lochow, früher in dem Bataillon Schacht-meier der 2. ostpreuss. Füsilierbrigade; er ist gegenwärtig Capitainim 5. Infanterie - Regiment und Ritter des eisernen Kreuzes (erwor-ben bei Dennewitz). Zwei Brüder v. L. standen ebenfalls imRegiment v. Winning, der ältere als Lieutenant, der jüngere alsFähnrich. Ein Capitain v. L., gegenwärtig a. D., erwarb sich daseiserne Kreuz bei Beizig. Diese Familie führt im silbernenSchilde drei Mannsköpfe, oben zwei, unten einen (mit aufgesetztenBärten und einer Sturmhaube ähnlichen Mützen). Auf dem Helmesteht der Rumpf eines Mannes, in Blau und Silber gekleidet. DerKragen hat die abwechselnden Tincturen des Kleides. Seine Mützeist wie die der Köpfe im Schilde, jedocli mit drei schwarzen Hahnen-federn besetzt. Helmdecken silbern und blau. Im Anhaltischen blühteeine Familie v. Lochau, die folgendes Wappen führte. Im silbernen