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Lobenstein — Lobenthai.
Jiirge v. d. L. war Präsident der bremischen Ritterschaft, und seinBruder, Claus, kaiserl. Oberster. — Von diesem haben verschiedeneNachkommen in den brandenburg. und preussischen Diensten gestan-den, namentlich sein Iinkel, Johannes v. d. L., der königl. preuss.Ilof- und Kammerrath, Director des Kreises Jerichow und der StadtBurg, auch Kriegscommissarius war. — Ein jüngerer Bruder dessel-ben, Alherl v. d. L., bekleidete bei dem Czaar die Stelle eines Ge-heimen Kriegsraths und Kriegscommissarius und starb im Jahre 1718als königl. polnischer bevollmächtigter Minister und Gesandter am preus-sischen Hofe. Um dieselbe Zeit war Johann Conrad v. d. L. königl.preuss. Hofrath und Geheimer Archivar.
Dieses Geschlecht führte im silbernen Felde einen mit erhobenenFlügeln stehenden Kranich natürlicher Farbe, der in der aufgezoge-nen Klaue des rechten Fusses einen Stein hält. Auf dem Helme sindzwei (in Holzschnitt schwarze, vermnthlich Kranichs-) Flügel darge-stellt. Die Tinctur der Helmdecken fehlt.
Mushard c. 351. sagt: ein altes, im Bremischen ansässig gewese-nes Geschlecht, aus welchem Hartwig v. d. Lith schon 1184 den 20.Januar zum bremischen Erzbischof erwählt worden war. JVI. s.auch Gaulle I. S. 913. u. f. Zedler's Universal - Lexicon XVJf. S.1657 — 1064.
Lobenstein, die Herren von.
Hofer zu Lobenstein und Siching ist der Name einer baierischenadeligen Familie, welche ehedem das Erbmarschallamt beim StifteKegensburg besass. — Eine Linie derselben war im Anspach'schenbegütert. Derselben gehörte der Major Baron Hofer v. Lobensteinan. Er hat 45 Jahre lang in preuss. Diensten gestanden, und ist imJahre 1813 im Pensionsstande gestorben.
Das Wappen der Herren v. L. zeigt im silbernen Felde dreirothe Sparren übereinander, jeden dreimal oberwärts geastet. Aufdem gekrönten Helme ist ein Käfig, in Gestalt eines länglichrundenReisskorbes, in die Höhe gestellt, in welchem in der Mitte eineOetfnung sich befindet, deren Thür nach der linken Seite auswärtsaufgeschlagen ist. Der Käfig ist oben gekrönt und mit drei Pfauen-federn nebeneinander besteckt. Helmdecken silbern und roth. —Die Beschreibung der Figuren nehme ich von einem Abdrucke desWappens, die Farben aus Fürstens W. - B. I. Theil S. 78. No. 11.Hofer zum Lobenstein Baierisch, woselbst der Käfig zwar] keineThür, wohl aber etwas Schwarzes zeigt, welches ein in demselbensitzender Vogel sein mag. Die Pfauenfedern stehen daselbst 2, 1.
Lobcntlial, die Herren von.
Aus dieser adeligen Familie war Karl Friedrich v. Lobenthai,geboren im Jahre 1706, der seine militairische Laufbahn im Infan-terie-Regiment v. Tschammer begann. Im Jahre 1800 war er Gre-nadier- Capitain. Den Feldzügen 1813 und 1814 wohnte er sehrehrenvoll bei, zuerst als Oberst und Commandeur des 1. ostpreuss,Infanterie - Regiments, zuletzt als Brigade-Commandeur. Ganz vor-züglich glänzt in seinem Kriegerleben die heldenmiithige Vertheidigungder Stadt Merseburg am 29. April 1813 gegen eine grosse feindlicheUebennacht. Nicht minder ausgezeichnet waren die Dienste, die erals Führer der Avantgarde des v. York'schen Corps an der Katzbach