Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
269
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Linaeufcld — Linstow.

zeichneten Mannes und belohnte sie im Jahre 174t durch die Ernen-nung* zum General der Infanterie, und 1744 durch Krtheilung* desschwarzen Adlerordens. Im letztgenannten Jahre leitete er die Bela-gerung von Prag so zweckmässig, dass sich dieser Platz am Ith Sept.ergeben musste. Hohes Alter nöthigte ihn, sich dem Iiienste zu ent-ziehen, dennoch blieb er Che! der gesammten Artillerie, die damalsaus 4173 Mann bestand. Er starb 17:75 den 17. April im Sti. Lebens-jahre zu Berlin, und genoss bis an sein Ende die ausgezeichneteGnade seines Monarchen. Kr war mit Elisabeth Gräte verehelicht,aus welcher Ehe ihn fünf Kinder überlebten. Im Jahre 1805 stand einv. L. im Regimente v. Arnim zu Berlin; deiselbe starb im Jahre 1813als Lieutenant des 8. Infanterie-Regiments an ehrenvollen Wunden.—Gegenwärtig steht ein Major v. L. in der t. Artillerie - Brigade; erist auch Ritter des eisernen Kreuzes (erworben in Frankreich). — Einanderer v. L. ist Capitain in der Garde-Artilleriebrigade und Ritterdes eisernen Kreuzes (erworben bei Compiegne). — Ein dritter v. L.ist Prem.-Lieutenant in der Garde-Artilleriebrigade und bei der Ge-wehr-Revisionscommission zu Suhl cominandirt. Die drei letztgenann-ten sind Brüder.

Die v. L. führen ein gespaltenes silbernes und blaues Schild. Indem rechten silbernen Felde ist der Fuss eines schwarzen Adlers, indem linken blauen sind drei goldene Sterne, oben zwei, unten einervorgestellt. Auf dem Helme steht zwischen zwei schwarzen, mit demblauen Balken und den Sternen belegten Adterfliigeln ein silbern ge-rüsteter Arm, der ein Schwert mit goldenem Grille und silbernerKlinge, die Spitze in die Hohe gerichtet, hält. Die Decken sind sil-bern und blau.

2) Ein adeliges brandenburgisches Geschlecht, das Zedier in sei-nem Universal-Lexicon , Band XVII. S. 142Ö , erwähnt.

Linnenfeld, die Herren von.

Eine adelige Familie in der Oberlausitz, aus welcher Gustav vonLinnenteid das Gut Berna bei Lauban besitzt.

Linstow, die Freiherren und Herren von.

Die von Linstow haben früher den Namen von Lustenau geführt,und man zählt sie zu dem alten Adel Mecklenburgs, der, wie dieLandesfürsten selbst, von den Obotriten abstammt. Zweige dieses Ge-schlechtes haben sich auch im Herzogthume Bremen und in den bran-denburgischen- preussischen Landen niedergelassen. In dem Regimentevon Pritwitz-Dragoner stand der Oberst und Commundeur Baron v.Linstow, er war aus dem Reich gebürtig, hatte sich im Jahre I77Sbei Braunau den Orden pour le merite erworben, und war 1S0£ alsGeneralmajor in den Ruhestand getreten. Zwei Söhne desselben wa-ren 1800 Olliziere in demselben Regimente, der jüngere blieb in derSchlacht bei Auerstädt, der ältere stand zuletzt als Major im 1. Uli-lanen-Regimente und lebt gegenwärtig als Oberstlieutenant a. D. inBreslau. Er ist Ritter des eisernen Kreuzes, erworben in der Schlachtbei Leipzig. Gegenwärtig steht ein Baron v. Linstow als ältester Ca-pitain im 10. Infanterie - Regimente, er ist Ritter des eisernen Kreu-zes, erworben bei Gr. Görschen.

Dieses Geschlecht führt ein schwarz und silbern quergetheiltes le-diges Schild. Auf dem Helme stehen über einem Wulst zwei aufwach-sende Jungfrauen, die zur Rechten silbern, die zur Linken mit brau-