Lindstedt — Lingelsheim.
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bäum, in 2. und 3. stand im rotlien Felde ein auf einen Felsen sprin-gendes Einhorn. Auf dem Helme zeigte sich zwischen Adlerlliigeln,von denen der rechte schwarz und golden, der linke roth und silbernwar, der wilde Mann mit dem Lindenbaume.
Die v. Lindener Nr. 2. führten im silbernen Schilde einen auszwei griinen Zweigen gewundenen Kranz. Derselbe wiederholte sichauf dem Helme zwischen zwei weissen Adlerlliigeln.
Lindstedt, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in der Altmark, das sich Lindstedt zuLindstedt, auch Lindstetten und Linstetten schrieb, und in jener Land-schaft die Güter Lindstedt, Schwächten und Jarchau besass. Ein Astdieser Familie hatte sich auch in Pommern, und namentlich im Wol-gastschen, ansässig gemacht. Auch in der Uckermark besass die Fa-milie Güter. Derselben gehörte an: Daniel Georg v. L, ein Sohn desJoachim Andreas v. 1,., Erbherrn auf Lindstedt in der Altmark, ge-boren am 22. Jan. 170f>, war im Jahre 1724 Reitpage Friedrich Wil-helms !., trat sodann ins Heer ein, ward 1740 Grenadiercapitain beidem Füsilier-Regimente v. Dossow, 1745 Major, 1755 Oberstlieute-nant, 1757 Oberst und 1758 Generalmajor. 1759 erhielt er das erle-digte Regiment von der Asseburg, trieb sodann, bei dem Corps desGenerals v. Hülsen angelangt, den österreichischen General Campi-telli auf Hof zurück, hatte aber das Unglück, bei Maxen gefangen,und erst nach geschlossenem Frieden befreit zu werden. Er starb am6. Juli 1704 zu Stendal mit dem Ruhine eines tapfern Generals. Be-sonders ausgezeichnet hatte er sich in den Schlachten bei Prag nndCollin, wo er auch verwundet wurde. Er war mit einer v. Pieverlingvermählt.
Die märkischen v. Lindstedt führen im goldenen Schilde drei Wi-derhaken, oben zwei, unten einen, und auf dem Helme zwischen zweiBüffelhörnern, von denen das rechte roth, das linke golden ist, dreiStraussfedern (roth, golden, roth). Die Helmdecken sind roth undgolden.
Die pommerschen v. L. führen im blauen Felde einen goldenenRing mit drei neben einander liegenden Schwertern, die goldene Griffehatten, besteckt, auf dem Helme zwei wachsende, gerüstete, empor-gehobene Arme, in den Händen drei rothe Straussfedern haltend.
M. s. auch Gauhe, I. S. 91i. Micräl., Vanselo. S. 285. Grund-mann , S. 45.
Langelsheim, die Herren von.
Das Stammhaus der adeligen Familie v. Lingelsheim war das beidem gleichnamigen, eine Meile von Strassburg im Elsass entfernten,Flecken gelegene Schloss, das schon im Jahre 1202 von den Strass-burgern zerstört wurde. (M. s. Könighofer's Chronik von Strassburg,p. 252, und Tromsdorfs neue und alte Geographie, IV. S. 231.) —Dieser Familie gehörte Georg Michael Lingelsheim an, der im Jahre1620 Lehrer des Kurfürsten von der Pfalz war, und als Gelehrter undSchriftsteller bekannt geworden ist. — In holländischen Diensten standein Oberstlientenant v. L. Er war mit einer gebornen Grälin zu Solms-Hungen, die einer Nebenlinie des jetzt fürstlichen Hauses Solms-ßraunfels angehörte, vermählt. Aus dieser Ehe wurde am 13. Novbr.1757 zu Hungen geboren: