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Lindner.
renvollen Verteidigung von Danzig). Von seinen Sölinen standenzwei in dem gedachten Reginiente; der ältere starb im Jahre 181(3 alsMajor und Commandeur des Garnison-Gardebataillons zu Spandau, derjüngere als Capitata und Commandeur eines Jäger - Detaschements anehrenvollen Wunden in dem Feldzage des Frühjahrs 1814. Ein drit-ter Sohn des Majors stand 180(3 als Lieutenant im Bataillon v. Stut-terheim zu Heilsberg, und ist gegenwärtig Oberst, Fliigeladjutant Sr.Majestät des Königs und Referent der persönlichen Angelegenheitenu. s. w., Ritter vieler Orden, auch des eisernen Kreuzes (erworben beiGr. Görschen). — Nach mehreren Autoren ist die altadelige Familiev. Lindheim von gleicher Abstammung mit dem freilierrlichen Ge-schlechte v. Lindesheim, das sich früher auch v. Lindheim schrieb.Aus demselben war Anton, Freiherr v. L., im Jahre 1734 kais. Oberst,der bei Cortona und bei Guastalla das Regiment Welsek führte undmit ehrenvollen Wunden bedeckt wurde.
Die v. Lindlleim führen im quadrirten Schilde im 1. und 4. sil-bernen Felde einen Löwen und daneben drei Kleeblätter an einemStiele, im 2. und 3. rothen Felde eine grüne reichbelaubte Linde. Aufdem gekrönten Helme springt der Löwe am Stamme der Linde em-por. Die Helmdecken sind roth und silbern. (M. s. Ranft geneal. Ar-chiv, IX. pag. 110. XIII. pag. 456 und Suppl. pag. 708.) Einige Nach-richten über die Familie v. Lindheim giebt auch Zedler's Universal-Lexicon, XVII. S. 1465.
L i u (1 n c r, die Herren von.
1) Die altadelig schlesische Familie von Lindner, auch Lindener.Ihr gehörten die Güter Romberg bei Breslau und Kachel bei Oels,auch Scharifenort und Staschwitz im Fürstenlhuine Liegnitz. — To-bias v. Lindner und Grüneiche, Herr auf Romberg, war 1587 Raths-herr der Stadt Breslau und starb am 14. März 10L1. — Hermann v.Lindner commandirte 1712 die rothe Compagnie von der Garnison derHauptstadt Breslau, er wurde am 3. August 1715 böhmischer Ritter.
2) Der König Friedrich IL erhob im Jahre 1773, am 20. Novbr.,die Brüder Ferdinand Friedrich, Karl Jleinliold und Gustav HeinrichLindener in den Adelstand. Der älteste dieser Brüder, Ferdinand Frie-drich, stand damals als Rittmeister im Husarenregimente von Wer-ner. — Nicht zu bestimmen vermögen wir, ob die beiden jiingernBrüder die hier folgenden beiden von Lindener waren; nämlich derGeneralmajor v. Lindener im Ingenieurcorps, ein sehr kenntnissrei-cher Mann, der in der Rheincampagne treuliche Dienste leistete, undsich vor Mainz den Verdienstorden erwarb. Im J. 180(3 war er Briga-dier der schlesischen Festungen, und sein Verhalten im Laufe der Bela-gerung von Breslau, wo er dem Gouverneur, Generallieutenant v. Thile,zur Seite stand, zog ihm eine langwierige Festungsstrafe in Glaz zu,wo er im hohen Alter gestorben ist. — Ein Bruder von ihm war kais.russischer Generallieutenant, Generaladjutant des Kaisers Paul, undeiner der wenigen Zeugen des unglücklichen Lebensendes jenes Monar-chen. Er verliess nach dem Tode desselben das russische Reich, underkaufte 180} (las schöne Gut Cammerswaldau bei Hirschberg in Schle-sien. Mit vielen Orden geschmückt, aber vergessen, und fast in Ar-muth, starb er um das Jahr 1812 zu Hirschberg. Seine Gemahlinwar eine v. Brixen.
Die oben unter Nr. 1. erwähnte Familie führte im quadrirtenSchilde im 1. und 4. Felde einen wilden bekränzten Mann auf schwar-zem Grunde; er hielt in der rechten Hand einen entwurzelten Linden-