Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
263
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Lindenau.

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2) Friedrich Adolph v. Linden, stand 1795 als Lieutenant beimkönigl. ]>reuss. Regim. Tschainmer.

3) Friedrich Wilhelm v. Linden, stand 1795 als Lieutenant beimkönigl. preuss. Regim. Jung-Larisch und befand sich 1806 als Gefan-gener in Nancy; er starb später und war mit N. N. Lippold vermählt.Er hinterliess drei Söhne; nämlich: a) Friedrich Wilhelm v. Linden,geb. d. 1. Septbr. 18t9 in Stargard; b) Kart Friedrich Ernst v. Lin-den, geb. d. 19. Juni 1824 ebendaselbst; c) Heinrich August Edmundv. Linden, geb. zu Stargard d. 31. August 1826.

4) Edmund v. Linden, stand bei dem königl. preuss. RegimenteKurfürst von Hessen, trat als Hauptmann ans und wurde Oberzoll-einnehmer und Salzfactor zu Löwen in Schlesien; ist verheirathet mitN. N. Bischoff. Seine Kinder sind a) Joseph v. Linden, geb. d. 30.März 1813. b) Marie Dorothea v. L., geb. d. 27. Octbr. 1814 inStadt Worbis, c) Marie Anna v. L., geb. zu Magdeburg am 14. Oct.1815. d) Ferdinand v. L. , geb. zu Halberstadt am 23. Decbr. 1817.e) Edmund v. L., geb. zu Brandenburg am 4. April 1828.

5) Adolph Ludwig v. Linden, stand anfangs in königl. preuss.Militairdiensten, ging dann in kais. kön. Österreich., und hierauf wie-der in königl. preuss. Dienste, und endlich nach Amerika.

6) Eine Tochter, welche Gesellschaftsfräulein bei Frau v. Lösch-brand auf Sarwei ist.

Lindenau, die Grafen, Freilierrcn und Herren von.

Der schöne Rittersitz Lindenau bei Leipzig ist das Stammhausdieses alten vornehmen Geschlechtes. (M. s. Pfeiffers Leipziger Chro-nik p. 262.) Heinrich v. Lindenau kommt im Jahre 1216 in einer Ur-kunde, die das Kloster Zell betrifft, vor. (M. s. Schlegel, Tract. deCelle vet. p. 39.) — Acliatz v. L., der um das Jahr 1400 lebte, wirdals ein sehr gelehrter und grossmiithiger Mann geschildert. —- Alhrechtv. L. zeichnete sich im Jahre 1438 im Treffen bei Brix in Böhmengegen die Hussiten aus. — Wolf v. L., der um das Jahr 1530 mitDr. Luther zum Reichstage nach Regensburg reiste, war ein eif-riger Beförderer der Reformation, starb aber auf dieser Reise. — Si-gismund v. L. starb 1544 als der letzte katholische Bischof zu Merse-burg. — Ein anderer v. L. war Domdechant zu Merseburg und wurde1545 von Dr. Luther getraut. — Wolf II. v. L. war zuerst kurfiirstl.sächs. Oberkiichenmeister und zuletzt Oberlandlischmeister. — Im J.1530 erwarben die v. L. den schönen Rittersitz Machern bei Leipzig;auch waren damals schon Kreysche, Cossen, Ameishain, Döffingen,Eulenfeld, Cotta, Gross-IIermsdorf, Kobershain, Neukirchen, Otten-dorf, Polenz, Schmorkau, Tammenhain, Zeititz u. s. w., ein Eigen-thum dieser Familie. Später kam sie auch in den Besitz der schönenHerrschaft Siegersdorf zwischen Bunzlau und Görlitz. — Heinrich Gött-lich v. L., geboren am 9. Juli 1729, war kurfiirstl. sächs. wirklicherGeheimer Rath und Oberstallmeister, und wurde im Novbr. des Jahres1764 vom Kaiser Franz I. in den Reichsgrafenstand erhoben. SeineGemahlin war Auguste Charlotte, geb. v. Seydewitz und Wittwe deskurfiirstl. sächs. Amtshauptmannes v. Kiihlemann auf Skasse. — SeinSolln, Karl Heinrich August , Graf v. L-, geb. den 20. Febr. 4760,. istkönigl. preuss. Generallieutenant a. D., Ritter des grossen rothenAdlerordens, des Militair-Verdienstordens (erworben bei Troyes), deseisernen Kreuzes 2. Classe (erworben vor Torgau). Er ist auch einerder ältesten Johanniterritter, indem er noch im Jahre 1790 zu Soxr-nenburg den Ritterschlag erhielt. Er lebt gegenwärtig auf seinein Gute