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3 (1842) I - O
Entstehung
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Linden.

einer jüngeren Linie der unter II. angeführten Familie abstamme,■welche in jener Gegend einheimisch sind, wo die in der Mitte des 17.Jahrhunderts stattgehabten Unruhen so manchen Familienvater veran-lasst haben, seinen frühem ruhigen Wohnsitz mit dem einer anderenGegend zu vertauschen. Dermalen theilt sich dieses Geschlecht in diezwei Hauptzweige von Neunthaussen und von Nordstetten.

Im verflossenen und zu Anfange dieses Jahrhunderts haben sich vor-züglich Franz Joseph Ignaz, Freiherr von Linden auf Neunthaussen,und Hugo Heinrich, Freiherr v. Linden im diplomatischen Fache aus-gezeichnet. Ersterer, königl, würtemberg. wirklicher Geheimer Rath,Kammerherr, Grosskreuz des Civilverdienstordens und des Maltheser-ordens Ritter, war abwechselnd als ausserordentlicher Gesandter anden Hiifen von Dresden, Hannover, bei dem Congress in Wien u. s. w.verwendet worden.

Hugo Heinrich war Anfangs kurhessischer Kammerjunker, dannk. würtemberg. Kammerherr, Gesandter u. s. w. — Ausser diesenverdienen noch bemerkt zu werden Johann Philipp Heinrich , Frhr. v.Linden, grossherz, hessischer Kammerherr, Maltheserordensritter, undFranz Ignaz , Frhr. v. Linden-Nordstetten, königl. würtemb. Kam-merherr, Legationsrath und Geschäftsträger zu Berlin.

Das Wappen besteht nach dem olficiell erschienenen würteinber-gischen Wappenbuche in einem goldenen Kreuze im rothen Felde; aufdem goldgekrönten Helme ist ein schwarzes sitzendes Windspiel mitgoldenem Halsbande zu sehen; die Helmdecken sind golden und roth;man vergl. J. W. IC. Steiner, Gesch. des Freigerichts Alzenau. —Königl. würtemb. Regierungsbl. von 1808, 1819, 1823 u. s. w. —Königl. würtemb. Staatshandbuch von 1835 ; Convers.-Lex. v. Brockb,5. Aufl. 12. Bd. 1. Abtheil. S. 123 und 2. Abthl. S. 647; Memminger,topograph. Beschreib, von Würtemb. 4. Abthl. 2. Aull.; Würtemberg.IVappenbuch; v. Hellbach, Adelslexicon u. s. w.

IV. Auch in Schlesien befindet sich gegenwärtig eine, hier-her gehörige Familie v, Linden, welche in der Vermutliung steht,dass ihre Vorfahren aus Schweden gekommen seien. Es sollen näm-lich, ihrer Meinung gemäss, nach dem Tode Karls XII. von Schwe-den ihre Vorfahren in drei Zweigen dieses Land verlassen haben. Dereine Zweig soll sich naoh Westphalen, wo derselbe erloschon sei; derandere nach Niedersachsen, und der dritte nach einer ihnen unbekanntenProvinz begeben haben. Aus dem Zweige, welcher nach Niedersachsensich gewendet, leiten sie ihre Abstammung her; der erste Ankömm-ling daselbst, N. N. v. Linden, kam mit der v. Brabeckschen Familiein nähere Verhältnisse, erwies derselben in Wien nützliche Dienste,und wurde dafür von Jobst Edmund v. Barbeck auf Solider bei Hil-desheim mittelst Lehnbriefs vom 31. Mai 1740 mit dem halben Zehn-ten zu Woltorf und Viertelzehnten zu Rodekampf belehnt. Dieser N.N. von Linden verheirathete sich im Hildesheimisohen, und liinterliesshei seinem Absterben zwei »Söhne und eine Tochter; nämlich 1) Ma-ximilian v. L., welcher in kaiserl. königl. Österreich. Militairdienstetrat. Im Jahre 1795 war er Oberst gewesen. Er soll sich mit einerHofdame in Wien verheirathet haben, und ohne Kinder gestorben sein.2) Johst Edmund v. Linden hat wahrscheinlich als Hauptmann in kön,preuss. Diensten gestanden. Im J. 1787 verkaufte er seine Besitzun-gen im Hildesheimsohen, und lebte von seiner Pension in Berlin;später begab er sich nach Petersburg, wo er 1791 starb. Er liinter-liess 5 Söhne und 1 Tochter; als

1) Joseph v. Linden, stand 1790 als Junker beim königl. preuss.Feldjägerregimente in Mittelwalde und trat später in englische Dienste.