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3 (1842) I - O
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Linden.

sich in verschiedenen Diensten versucht hatte, endlich als Lieutenant1706 bei Hermanstadt in Siebenbürgen vor dem Feinde blieb.

Unter den noch jetzt blühenden Geschlechtern der v. Linden,Lynden oder Lijnden, sind zu bemerken:

I. Die Freiherren van der Linden von Hooghvorst in Belgien,welche seit mehreren Jahrhunderten ihren Aufenthalt in Brüssel auf-geschlagen haben. Das Geschlecht leitet seinen Ursprung von eineml.j Stunde von Löwen auf der Strasse nach Tir'emont gelegenen Dorfeab, in dessen Besitz sich die Familie jedoch schon lange nicht mehrbelindet; dieses Dorf kam durch Verheirathung au das Haus Cal-steren, sodann an jenes der Roellants, hierauf an das der van derTominen u. s. w. Sie hat sehr bedeutende Besitzungen und grossenEintiuss, vorzüglich in Brabant.

Johann van der Linden, Herr zu Marneffe, wurde von Karl V,im Jahre 1544 zum Ritter gemacht, und ein Abkömmling von diesem,Philipp , Grossforstmeister von Brabant, welche Bedienung auch des-sen Vater und Grossvater besessen hatten, ward 1663 zum Freiherrnv. Hooghvorst erhoben. Die Herrschaft Hooghvorst liegt zwei Stun-den von Brüssel, und in der spanischen Urkunde wird gesagt, dassdieses Geschlecht von den Herzögen von Brabant abstamme. Matthias,ein Bruder des gedachten Philipp, blieb als Hauptmann in der Belage-rung vor Armentiers.

Drei Personen dieser Familie, welche theils Brüder, theils Kin-der des erwähnten Ritters Johann van der Linden und seiner Gemah-lin Katharina von Marneffe waren, haben sich im geistlichen Standein der Mitte des 16. Jahrhunderts liervorgethan, so Karl van derLinden Abt von Perk bei Löwen, Johann v. d. Linden, Abt von St.Gertrud zu Löwen, und Anton v. d. Linden, Prior in der Abtei vonVillers. Zur Zeit des Bestands des gesammten Königreichs der Nie-derlande, noch 1830, gehörte diese Familie zur Ritterschaft in Brabant.

Das Wappen der Familie besteht nach der Erhebung in den Frei-lierrnstand aus einem rothen Schilde mit goldenem Haupte, worin dreirothe Schlägel mit Stielen erschienen , das Schild ist mit einer frei-herrlichen Krone bedeckt und hat rechts einen Löwen mit der Fahne,nach dem Wappen der van der Lyiken, und links einen getigertenHund mit der Fahne, nach dem van der Lindenschen Familienwap-pen, zu Schildhaltern. Der Vater des jetzigen Freiherrn von Hoogh-vorst war mit dem Erbfräulein und einzigen Tochter des Gra-fen Gage, kaiserl. königl. Kammerherrn, aus dem Geschlechte derLord Gage stammend, in erster Ehe, und mit einer Gräfin v. Rooseaus Antwerpen in zweiter Ehe verheirathet. Aus erster Ehe sind vor-handen 1) Emanuel , Frhr. v. Hooghvorst, Graf von Hombeck, Chefder Bürgergarde, verheirathet mit einer Freiin von Wal von Aretinne,Bruderstochter eines Deutschordens-Commandeurs, aus welcher Ehevier Kinder entsprossen sind. 2) Joseph, Maltheserritter, verheirathetan Maria, Grälin v. Argenteau, die Ehe blieb ohne Kinder. Auszweiter Ehe gingen hervor: 3) Karl, ohne Nachkommen, verheirathetan Mademoiselle Moretus, Wittwe vom Freiherrn Constant v. Hoogh-vorst. 4) Emilie. 5) Ludovika , verheirathet an Frhrn. Friedrich v.Secus, auch ohne Kinder.

II. Ein anderes Geschlecht, welches unter dem Namen Lindenblüht, ist jenes der Freiherren von Linden in Geldern, in den Nie-derlanden, welches sich auch später nach Brabant und in das BisthumLüttich verbreitet hat. Die Glieder desselben bedienen sich zwardes Buchstaben y, allein in allen Urkunden, wenigstens bis zumJahre 1626, ist der Name mit dem einfachen i geschrieben.