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3 (1842) I - O
Entstehung
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Linden.

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2) Das uralte adelige Geschlecht der v. Linden, das aus Italienund namentlich aus dem Grossherzogthume Florenz nach Baiern, undvon da nach Schlesien gekommen ist. Ks nannte sich zuerst de Lin-da , von seinem alten Stammhause Linda bei Florenz. Des Rudolphv. Linden und Pepingen, Herrn auf Ehingen und Trauenhausen, kur-fürstlich baierischen Obersten, und seiner Gemahlin Ürsula v. Bei-heim und Paar Sohn, Leopold v. L., lcaiserl. Capitain des GrafGötzischen Reiterregiments, vermählte sich in Schlesien mit einer v.llothkirch und Sämitz. Aus dieser Ehe war Leopold Friedrich v. L.,Herr auf Scharifenort bei Goldberg, kaiscrl. Hauptmann in einemDragonerregiment. — Dessen mit Dorothea Elisabeth v. Gersdorferzeugter Sohn, Ernst Leopold v. L. auf Scharifenort, war künigl.dänischer Offizier. Er zog mit den dänischen Hiilfsvölkern nach Un-garn und Siebenbürgen, und wurde bei Hermannstadt am (j. April1700 von den Türken getodtet. Er erscheint als der Letzte ausdiesem Ilause, welches im blauen Schilde eine grüne Linde, und aufdein Helme einen aus der Krone hervorspringenden, links gewende-ten Hirsch führte. Helmdecken blau und silbern. Dieses Wappengiebt Siebmacher III. S. 167. und Zusatz V. S. 15. M. s. auch Si-napius II. S. 781.

Nachträglich sind uns noch von einem Mitgliede der freiherrlichenFamilie v. Linden folgende Nachrichten über die verschiedenen, denNamen Linden, Lynden, führenden Familien, welche zwar grösstentheilsnicht zum preuss. Adel gehören, zugekommen; wir geben sie aberhier zur Vervollständigung des Gesagten:

In den ältesten und neueren Zeiten führten mehrere grälliche,freiherrliche und adelige Familien, die aber sämmtlich ganz verschie-denen Ursprungs waren und sind, und daher in gar keinem Zusam-menhange mit einander stehen , diesen Namen. Mehrere sind ausge-storben , und manche in älteren Urkunden und Werken unter diesemNamen vorkommende Personen sind in keines der bekannten odernoch blühenden Geschlechter dieses Namens einzureihen. So z. B.war in der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Adelheid v. Linden die14. Aebtissin im Kloster Hecklingen, wie Beckmann in seiner anhalti-schen Historie I. Bd. S. 1411. anführt. In Estor's Ahnenprobe werdenSeite 62. 365. und 465. mehrere Geschlechter v. Linden aufgeführt,welche zu keinem der jetzt blühenden zu gehören scheinen; desglei-chen nennt Burgermeister in seinem Grafen- und Rittersaal, Seite495, ein Linden'sches Geschlecht, von welchem Glieder den Turnie-ren beigewohnt haben sollen; und Humbracht in seiner Zierde desdeutschen Adels führt in der v. Schutzbar'schen Stammtafel um dasJahr 1315 eine Irmengard v. Linden, und in der v. Müdersbach'schenStammtafel eine Else Schinne v. Linden um das Jahr 1471 auf. Zu denabgestorbenen Geschlechtern dieses Namens scheint (mancher andernin Butkens Annalen angeführten und ausgegangenen nicht zu geden-ken) unstreitig das zuletzt in Schlesien angesessen gewesene Geschlechtv. Linden zu gehören, welches im blauen Schilde eine grüne Linde(freilich gegen die heraldischen Regeln), und zur Heinizierde einenzur Hälfte hervorbrechenden Hirsch führte, dessen Hinterhorn undVorderfuss goldfarben war, mit herabhängenden, blau und weissenHelmdecken. Diese Familie stammte, nach Sinapius, schlesischenCuriositäten II. Till. p. 781., aus dem Grossherzogthume Florenz;nannte sich de Linda, begab sich von Florenz nach Baiern undnahm den Namen v. Linden an. Von hieraus wendete sich das Ge-schlecht nach Schlesien, und erwarb Scharifenort. Die letzten Nach-richten, welche von dieser Familie aufzufinden waren, betrafen ErnstLeopold v. Linden, geb. 1683 zu Scharifenort, welcher, nachdem er

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