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Lindeinann — Linden.
Die Familie v. d. L. fuhrt im rothen Schilde einen goldenenLindenast mit fünf grünen Blättern, auf dem gekrönten Helmeaber zwei gegen einander gestellte Lindenäste. Die Helmdeckeugolden und roth.
Linde 111 a n n, die Herren von.
Der Stammherr dieser Familie ist Lorenz v. Lindemann, Herrauf Sädlitz, welcher des Kurfürsten von Sachsen wirklicher Geheimer Rath,und ein sehr berühmter Rechtsgelehrter war. — Von seinen Nach-kommen haben mehrere in der preuss. Armee gedient, namentlichsind von dem sächsischen Heere Offiziere dieses Namens nach denJahren 1814 i' 1 ( ü e diesseitigen Dienste getreten, wie der Major undRitter des Heinrichsordens v. L., der dem 31. Infanterie-Regimentaggregirt war. In der Gegenwart steht beim Ith Infanterie - Regi-ment zu Magdeburg ein Pr. Lieutenant v. L. M. s. Gaulle, Anhang1656. Müllers sächsische Annalen 1563 — 77.
Linden, die Herren von.
1) Kin pommersches Geschlecht, aus welchem der schwedischeCommerzien - Commissarins Christian v. L. am 12. Juli 1705 mit denGütern Brook, llohenbiissow, Buchholz, Siedenbüssow und Teilinbelehnt wurde. — Sein Sohn, Karl v. L., erbte diese Lehne. —Der Letztere hatte drei Söhne, welche durch einen Vergleich vom 26.Januar 1733 festsetzten, dass der unten näher erwähnte General v.L. die Güter Brook, Hohenbüssow und Buchholz, dem KriegsratheDetlef Gustav Friedrich v. L. die Güter Siedenbüssow und Teilin zu-fielen. Der dritte Bruder, Karl Friedrich v. L., besass Witzow undBartow im Anclamschen, und Daberkow, Pritzenow, Tiitzpatz u. s. w.im Demminschen Kreise. Nach dem Tode des Kriegsraths fielen dieGüter Siedenbüssow und Tellin an den Generalmajor v. L. Sowohldieser Letztere, als auch Karl Friedrich v. L. haben keine Söhnehinterlassen, daher fielen 1786 die Güter an einen Neffen des Generals v.L., den Prälaten des Domstifts zu Camin, v. Heyden, der mit kö-nigl. Bewilligung auch den Namen und das Wappen der Familie v. L.mit dem seinigen vereinigte. (M. s. den Art. v. Heyden, Bd. II. S.388. u. 389.) Sämmtliche Güter waren am 27. Januar 1763 allodi-ficirt worden. — Zn höhern militairischen Würden gelangte:
Christian Bogislav v. L., ein Sohn des Karl v. L., Erbherrn aufBrook und Sydenbusch, und einer Schwester des Generalfeldmar-schalls v. Schwerin, durchlief nach und nach die subalternen Gradeund wurde 1756 Major. In der Schlacht bei Cnnnersdorf zeichneteer sich so aus, dass er gleich zum Obersten avancirte, und 1761 zumGeneralmajor und Chef des v. Wedeischen Regiments ernannt wurde.Doch schon im Jahre 1764 nahm er seinen Abschied und begab sichauf seine Güter in Pommern, wo er am 7. Febr. 1779 in einemAlter von 72 Jahren starb. Er war mit Henriette Sophie v. Rohrvermählt.
Die v. L. in Pommern führen in einem in die Länge herab drei-fach getheilten Schilde iin mittelsten silbernen Felde eine Linde, indem rechten, rothen Felde einen Merkurstab, und in dem linken gol-denen Felde ein roth und silbernes Schach. Auf dem Helme ragt auseinem Adlerflügel ein geharnischter Arm hervor, der in der Handeinen Flitzbogen hält, über welchem zwei kreuzweise gelegte Pfeiledargestellt sind. Die Helmdecken sind roth und silbern.