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3 (1842) I - O
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Liers — Lignitz.

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Liers (res), die Herren von.

Der Commerzienrath Otto Gottfried Liers (Lieres) in Breslau,Herr auf Wilkau bei Schweidnitz, wurde am II. Juli 1744 vom Kö-nige Friedrich II. in den Adelstand erhober. Seine Nachkommen er-warben grosse Güter, wie die Herrschaft Königsberg mit dein einstfesten Burgscblosse Könau, lim Schlesierthale bei Schweidnitz. Ditt-mannsdorf, Wäldchen, Bärsdorf, Hausdorf u. s. w. bei Waldenburg,■Stephanshayn bei Schweidnitz, Liibchen bei Guhrau, n. s. w. ImJahre 1800 war Otto Conrad Wilhelm v. Lieres auf Wilkau königl.Justizrath und Commissarius perpetuus im Kreise Striegau. Er starbam 5. Decbr. 1833. — Otto Sigismund v. Lieres auf Königsberg,Wäldchen, Dittmannsdorf u. s. w.,'war Kreis - Deputirter des Schweid-nitzer Kreises. Die Güter besitzt gegenwärtig sein Sohn FriedrichWilhelm v. Lieres; eine Schwester des Letztern ist die Gemahlin desGeneralmajors V- Kurssei. — Ernst Samuel v. Lieres auf Stephans-heyn ist Landesältester, u. s. w. Der Rittmeister v. Lieres besitztDiirrjentsch bei Breslau. Der Landschaftsdirector und Johanniter-Ritter v. Lieres auf Wilkau starb am 22. Febr. 1832. In dem Küras-sier-Regiment v. Dolfs stand 1805 ein Major v. Lieres. Aus demHause Wilkau dient ein Sohn als Lieutenant im 1. Kürassier-Regi-ment. Eine Tochter aus diesem Hause ist mit dem Baron Ferdinandv. Seherr-Thoss vermählt. Die v. Lieres führen ein rothes, voneinem schräggelegten Balken durchzogenes Schild, im obern Theileist ein abgekürzter silberner Hirsch, und im untern Theile eine sil-berne Rose vorgestellt. Aus der Krone des Helmes wächst der sil-berne Hirsch. Die Decken roth und silbern. Dieses Wappen giebtder Ordensrath Hasse, S. 246'', in seinem handschriftl. Wappenbuche,welches sich auf der königl. Bibliothek zu Berlin befindet.

Lignitz, die Grafen und Freiherren von.

Der vorletzte schlesische Fürst aus dem Hause der Piasten warChristian (zuerst regierender Herzog zu Wohlau, und nach seines am4. July 1664, ohne männliche Nachkommen gestorbenen BrudersHintritt auch Herzog zu Liegnitz und Brieg). Sein einziger SohnGeomj Wilhelm starb, 15 Jahr alt, am 21. Novbr. 1675. Mit ihm er-losch das Haus der Piasten, das 900 Jahre mit dem Purpur bekleidetwar. Sein Grossvater, der Herzog Johann Christian zu Liegnitz undBrieg, konnte bei seinem am 25. Decbr. 1639 zu Osterode erfolgtenTode nicht an das baldige Erlöschen seines Stammes glauben, denner hatte von seiner ersten Gemahlin, Dorothea Sibylla, des Kur-fürsten Johann Georg zu Brandenburg Tochter, 8 Prinzen und 3 Prin-zessinnen; von ihnen starben: Heinrich und Ernst , Zwillinge, schon amTage ihrer Geburt wieder, Joachim, Rudolph und August, im zartenKindesalter, Georg der 3te, der älteste dieser SÖline, folgte demVater am 4. July 1664 in die Gruft. Ludwig, der 4le dieser Söline,war schon am 20. Januar 1652, wie sein Bruder Georg, ohne männ-liche Erben verstorben. Der gedachte Herzog, Johann Christian zuLiegnitz, vermählte sich aber, nachdem seine erste Gemahlin, die vorge-dachte Tochter des Kurfürsten von Brandenburg, am 19. März 1625gestorben war, am 13. Septbr. des Jahres 1626 zum 2tenmal mitAnna Hedwig, Freiin v. Silsch, in früherer Zeit v. Sytzen genannt;diese seine 2te Gemahlin gehörte einem uralten, sehr angesehenenGeschlechte an, sie war eine Dame von ausgezeichneter Schönheit,